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13.05.2026 um 08:49 Uhr
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13.05.2026 um 09:33 UhrDie europäische Transportlandschaft zeigt im ersten Quartal 2026 deutliche Veränderungen, die durch den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Kraftstoffpreise beeinflusst werden. Laut dem aktuellen Marktbericht des European Road Transport Institute Foundation (EITD) hat sich die Aktivität im Spotmarkt erheblich beschleunigt, während die Suchaktivitäten der Transportunternehmen eine partielle Erholung zeigen.
Steigende Spotangebote auf europäischen Routen
Im ersten Quartal 2026 stiegen die Ladeangebote auf wichtigen europäischen Routen signifikant an, wobei der Monat März die stärkste Dynamik aufwies. Besonders die westlichen europäischen Korridore verzeichneten bemerkenswerte Zuwächse: Die Route Frankreich–Benelux wies einen Anstieg von 102% im Vergleich zum Vorjahr auf, während die Routen Frankreich–Deutschland (+73%), Deutschland–Benelux (+71%) und Benelux–Frankreich (+72%) ebenfalls aussergewöhnliches Wachstum zeigten. Auch die zentralen europäischen Routen folgten diesem Trend, wobei die Verbindung Deutschland–Polen im März um 43% und Polen–Deutschland um 37% zulegte.
Michał Pakulniewicz, Marktanalyst beim EITD, erläutert: „Wir beobachten hier nicht nur eine typische Erholung nach dem Winter, sondern ein strukturell stärkeres Nachfrageumfeld. Ein Teil dieses Anstiegs spiegelt ein Ungleichgewicht zwischen Vertrags- und Spotmärkten wider, insbesondere dort, wo die Vertragspreise nicht mehr den aktuellen Kosten entsprechen.“
Erholung der Suchaktivitäten der Transportunternehmen
Die Suchaktivitäten der Transportunternehmen waren in den ersten beiden Monaten des Jahres gedämpft, mit einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, der dem Trend der letzten zwei Jahre entsprach. Im März kam es jedoch zu einer teilweisen Erholung, wobei mehrere westliche europäische Routen positive Entwicklungen zeigten. Der Korridor Spanien–Frankreich verzeichnete die stärkste Erholung mit einem Anstieg von 29% im März, nachdem er zuvor nur moderates Wachstum gezeigt hatte. Dieser Wandel deutet darauf hin, dass Transportunternehmen durch steigende Preise und eine zunehmende Fragmentierung des Spotmarktes wieder auf die Plattformen zurückkehren.
Preisanstieg bei Frachtkosten im März
Die Frachtpreise folgten im ersten Quartal 2026 einem stetigen Aufwärtstrend, wobei der Monat März eine klare Beschleunigung zeigte. Nach überwiegend einstelligen Zuwächsen in den Monaten Januar und Februar wurden im März zweistellige jährliche Zuwächse zur Norm. Der Korridor Polen–Italien verzeichnete den stärksten Anstieg mit 14,1%, gefolgt von Benelux–Frankreich (+13,6%) und Polen–Deutschland (+13,5%). Diese Beschleunigung ist sowohl auf den direkten Kostendruck durch höhere Kraftstoffpreise als auch auf die schnellere Übertragung von Kostenänderungen im Spotmarkt zurückzuführen, der Änderungen rascher in die Preise einfließen lässt als langfristige Verträge.
Natalia Janiszewska, CEO des EITD, hebt hervor, dass sich die Preisgestaltung im Transportmarkt strukturell verändert: „Wenn die Kraftstoffkosten steigen und die Verträge nicht mehr die tatsächlichen Transportkosten widerspiegeln, wechselt die Fracht in den Spotmarkt. Genau das haben wir in diesem Quartal gesehen – der Spotmarkt wird zur primären Methode zur Preisgestaltung von Transportleistungen in unsicheren Bedingungen. Dies ist ein Wandel, den die gesamte Branche ernst nehmen sollte.“







