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13.05.2026 um 11:05 UhrDie maritimen Technologieunternehmen Awake.AI aus Helsinki (Finnland) und Tidalis aus Delft (Niederlande) haben eine Partnerschaft angekündigt, die sich auf die Überwachung und Berichterstattung von Emissionen in Häfen und bei Reedereien konzentriert. Diese Zusammenarbeit erfolgt vor dem Hintergrund wachsender europäischer und internationaler Vorschriften zur Reduzierung von Schiffsemissionen. Ziel ist es, betriebliche Daten von Hafenanläufen mit bestehenden maritimen Betriebssystemen zu verknüpfen, um eine automatisierte Emissionsberichterstattung zu unterstützen.
Awake.AI wird seine Software zur Emissionsüberwachung in Kombination mit den Verkehrsdiensten und Hafenmanagementsystemen von Tidalis bereitstellen, die weltweit von Häfen, Küstenwachen und maritimen Behörden genutzt werden. Angesichts der zunehmenden Berichtspflichten im Zusammenhang mit den Vorschriften von FuelEU Maritime, dem EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) und den Dekarbonisierungszielen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) stehen Reedereien und Häfen unter Druck, ihre Emissionen transparent zu dokumentieren.
Integration von Betriebsdaten zur Emissionsberichterstattung
Im Rahmen der Vereinbarung wird der Emission Monitor von Awake.AI mit den Betriebsdaten der Tidalis-Systeme kombiniert. Dadurch sollen Daten zu Hafenanläufen, Schiffen, Betankungen, Frachtabfertigungen, Landstrom und Gate-Events in automatisierte Berichte über die Emissionen der Kategorien 1 bis 3 umgewandelt werden. Dieses System ermöglicht es Häfen, Terminals und Reedereien, Emissionsdaten über ihre Betriebsabläufe hinweg zu überwachen und zu verwalten. Ziel ist es, manuelle Berichterstattungsprozesse zu reduzieren und die Transparenz der Emissionen zu erhöhen.
Karno Tenovuo, CEO von Awake.AI, betont die Bedeutung der Datennutzung: „Häfen verwalten bereits täglich grosse Mengen an Betriebsdaten von Schiffen. Man kann nicht dekarbonisieren, was man nicht messen kann. Die Herausforderung besteht darin, diese Daten in zuverlässige und prüfbare Emissionsberichte umzuwandeln, die sowohl der Einhaltung der Vorschriften als auch der operativen Entscheidungsfindung dienen.“ Die ersten Implementierungen sollen bereits in diesem Jahr in europäischen Häfen erfolgen, um die Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zu erfüllen.
Geert-Jan den Besten (Foto), CEO von Tidalis, hebt hervor, dass Häfen zunehmend nach praktischen Möglichkeiten suchen, um die Transparenz der Emissionen zu verbessern, während sie gleichzeitig effiziente Betriebsabläufe aufrechterhalten. „Wir sind stolz darauf, mit Awake.AI zusammenzuarbeiten. Ihre Expertise ist eine wertvolle Ergänzung zu Tidalis‘ globalem Netzwerk und dem Vertrauen, das unsere Kunden täglich in uns setzen“, so den Besten.
Die Unternehmen planen, die Zusammenarbeit zunächst auf europäische Häfen und maritime Behörden zu konzentrieren, gefolgt von Projekten in der Asien-Pazifik-Region, im Nahen Osten und in Amerika in den Jahren 2026 und 2027.
Die Schifffahrt trägt etwa 3% zu den globalen Treibhausgasemissionen bei, während mehr als 80% des Welthandels auf dem Seeweg transportiert werden. Der zunehmende regulatorische Druck, einschliesslich der Ausweitung des EU ETS auf Schiffsemissionen und der Dekarbonisierungsziele der IMO, verstärkt die Notwendigkeit für eine transparentere Emissionsberichterstattung im maritimen Sektor.
Tidalis unterstützt den maritimen Verkehrsbetrieb für Häfen und Behörden weltweit, während Awake.AI Technologien zur Optimierung von Fahrten und zur Emissionsberichterstattung für Schiffs- und Hafenoperationen entwickelt.







