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20.05.2026 um 09:14 UhrDie Airforwarders Association (AfA) warnt vor den möglichen Folgen einer Privatisierung der Transportation Security Administration (TSA). In einer Rede auf der CNS Partnership Conference in San Francisco äusserte Brandon Fried, der Executive Director der AfA, Bedenken, dass eine Reduzierung der staatlichen Aufsicht die Sicherheit im Luftverkehr gefährden könnte. Dies könnte die Lehren, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gezogen wurden, untergraben.
Fried betonte, dass die Lehren aus den Ereignissen von 2001 eindeutig seien und die Risiken eines Versagens zu hoch. Er warnte, dass jede Schwächung der bundesstaatlichen Kontrolle über die Passagierkontrolle die Sicherheitsanfälligkeiten zurückbringen könnte, die das System ursprünglich beseitigen sollte. Die Bundesverstaatlichung der Passagierkontrolle wurde als direkte Reaktion auf die systematischen Schwächen eingeführt, die vor den Anschlägen sichtbar wurden, als oft kostengünstige Sicherheitsverträge Vorrang vor der Effektivität hatten.
Die AfA argumentiert, dass die Frachtführer ein effektives Sicherheitsmodell entwickelt haben, das auf Programmen wie dem Known Shipper Program, dem Certified Cargo Screening Program und dem Air Cargo Advance Screening (ACAS) basiert. Diese Programme ermöglichen es zertifizierten Betreibern, Fracht vor dem Erreichen der Flughäfen zu überprüfen und im Voraus Daten vor dem Abflug zu übermitteln. Dabei werden nationale Standards und Verantwortlichkeiten von der TSA, dem Zoll und dem Grenzschutz sowie der Industrie aufrechterhalten.
Die AfA stellt klar, dass dieses Modell nicht als Rechtfertigung für eine Privatisierung der Passagierkontrolle dienen sollte. Die fragmentierte Beschaffung und die durch Kosten getriebenen Verträge waren Schwächen, die durch die Bundesverstaatlichung angegangen werden sollten. Fried fügte hinzu, dass die Luftfrachtindustrie gezeigt habe, dass öffentlich-private Partnerschaften funktionieren können, jedoch nur mit einer starken bundesstaatlichen Aufsicht, die Standards festlegt und die Einhaltung überwacht.
Die Airforwarders Association fordert die politischen Entscheidungsträger auf, Vorschläge zur Privatisierung von Passagierkontrollen abzulehnen und stattdessen die Autorität der TSA zu erhalten und zu stärken, um einheitliche Sicherheitsstandards im Luftverkehr zu gewährleisten.
Auf der Konferenz wurde Fried, der seit 2005 Executive Director der AfA ist und kürzlich seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt hat, von Alicia Lines, Präsidentin von Cargo Network Services, für seinen Einsatz in der Luftfrachtindustrie gewürdigt.







