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12.05.2026 um 07:54 UhrDie globalen Spotpreise für Luftfracht haben im April einen Höchststand von 3,34 USD pro kg erreicht, was einem Anstieg von 30% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies ist der höchste Wert seit Oktober 2022. Laut der Analyse von Xeneta könnte jedoch das Schlimmste für die Versender bereits hinter ihnen liegen, da die Kapazitäten auf den am stärksten von Konflikten betroffenen Routen zurückkehren und die Marktbedingungen beginnen, die Preise für Luftfracht zu stabilisieren.
Die Spotpreise im April, die auch einen Anstieg der langfristigen Raten um 18% beinhalteten, wecken Erinnerungen an die pandemiebedingten Engpässe, als die Lieferketten unter Kapazitätsengpässen litten und die Frachtkosten in die Höhe schossen. Im Gegensatz zum Covid-Schock, der die globale Kapazität stark beeinträchtigte, sind die aktuellen Einschränkungen jedoch grösstenteils regionaler Natur. Besorgniserregend ist jedoch die Entwicklung der Treibstoffpreise, die die Kosten für die Luftfahrtunternehmen belasten.
Niall van de Wouw, Chief Airfreight Officer von Xeneta, äusserte sich optimistisch und erklärte, dass die schlimmsten Preisanstiege möglicherweise vorbei seien. „Der Anstieg der Luftfrachtpreise wurde von einem Angebotsproblem verursacht. Jetzt, da die Kapazitäten zurückkehren, werden die Preise sinken, aber nicht so schnell, wie sie gestiegen sind“, sagte van de Wouw. Dies könnte für Versender, die ihre Ausschreibungen für das dritte und vierte Quartal aufgeschoben haben, eine positive Entwicklung darstellen.
Marktanalyse und Preisentwicklung
Die globale Frachtkapazität hat sich weitgehend auf das Niveau vor den Engpässen erholt, und obwohl Berichte über einen Treibstoffmangel zunehmen, hat dieser noch nicht die interkontinentalen Langstreckenrouten in großem Umfang betroffen. Van de Wouw betonte, dass die Spotpreise in den kommenden Wochen sinken sollten, was den Versendern eine gewisse Erleichterung bringen könnte.
Er riet den Versendern, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie ihre Frachtführer die Waren bewegen, und vorsichtig mit den sogenannten „Überlastungsgebühren“ umzugehen, die aufgrund steigender Treibstoffpreise im Markt kursieren. „Wir müssen den Mythos entkräften, dass steigende Treibstoffpreise auch zu höheren Luftfrachtpreisen führen müssen. Die Kosten für Treibstoff sind zwar gestiegen, aber die Raten sinken in bestimmten Märkten“, erklärte van de Wouw.
Einfluss regionaler Konflikte auf die Preise
Der Konflikt im Nahen Osten hat die Luftfrachtpreise auf wichtigen Korridoren im April weiterhin verzerrt. Die Spotpreise von Europa in den Nahen Osten erreichten in der Woche bis zum 26. April mit 3,60 USD pro kg einen neuen Höchststand, was einem Anstieg von 108% im Vergleich zu den Preisen vor dem Konflikt entspricht. Ähnliche Entwicklungen zeigen sich auch auf Routen nach Südasien, wo die Preise auf 2,97 USD und 4,39 USD pro kg gestiegen sind.
Es gibt jedoch erste Anzeichen für eine Entspannung der Preise. Die Raten aus Südasien scheinen in der Woche bis zum 12. April ihren Höhepunkt erreicht zu haben und sind in der letzten Aprilwoche leicht gesunken. Auch die Korridore in Südostasien zeigen eine ähnliche Entwicklung, wenn auch weniger dramatisch. Die Preise nach Nordamerika stiegen um 33% auf 6,46 USD pro kg, während die Raten von Europa nach Nordamerika um 17% auf 2,57 USD pro kg fielen.







