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02.07.2026 um 08:24 UhrAlex Gregg-Smith hat am 1. Juli 2026 das Amt des Vorsitzenden des IACS-Rates übernommen. Der Präsident von Marine & Offshore bei Bureau Veritas wurde im Dezember 2025 einstimmig von den Vertretern der zwölf Mitgliedsgesellschaften gewählt. In Vorbereitung auf seine Amtszeit leitete Gregg-Smith das 93. Treffen des IACS-Rates, das am 17. und 18. Juni in Busan (Südkorea) stattfand. In seiner Eröffnungsrede betonte er die Notwendigkeit einer apolitischen, technischen Führung von IACS, um die Qualität der Schifffahrtsstandards weltweit aufrechtzuerhalten. Angesichts geopolitischer Unruhen und disruptiver Technologien sei es entscheidend, dass IACS mit einer starken Stimme in den aktuellen technischen und regulatorischen Debatten auftritt.
In Bezug auf seine Ernennung äusserte sich Alex Gregg-Smith: „Es ist eine grosse Ehre, IACS in dieser entscheidenden Zeit zu leiten.“ Er betonte die Notwendigkeit, die Chancen neuer Technologien und der Digitalisierung zu nutzen, um Lösungen zur Verbesserung von Sicherheit und Leistung zu entwickeln. Gregg-Smith hob hervor, dass die sich verändernden geopolitischen Realitäten und Marktbedingungen die Rolle von IACS und der Klassifizierung wichtiger denn je machen.
Prioritäten und Diskussionen im IACS-Rat
Gregg-Smiths Prioritäten wurden in den anschliessenden Diskussionen des Rates deutlich. Die Mitglieder konzentrierten sich darauf, die höchsten Qualitätsstandards in ihren Operationen sicherzustellen. Dazu gehörte eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Quality Advisory Committee und dem International Quality Assessment Review Body (IQARB). Zudem wurde ein erneuertes Engagement für technische Führungsarbeit und die Entwicklung digitaler Lösungen für die Stakeholder von IACS besprochen. Dies soll durch eine umfassende Modernisierung der Struktur und der Veröffentlichung von IACS-Resolutionen und anderen Publikationen erfolgen.
Der IACS-Rat bekräftigte das Engagement seiner Mitglieder, unparteiische, nicht-kommerzielle Beratung an die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) und andere Regulierungsbehörden zu leisten. Diese Beiträge werden von Mitgliedstaaten, zwischenstaatlichen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen geschätzt. Der Rat hob hervor, dass die Rolle der Klassifizierung als Grundpfeiler der maritimen Sicherheit vollständig anerkannt werden sollte. Die Expertise der Klassifizierung sollte bereits in der frühesten Entwurfsphase von maritimen Sicherheitsrichtlinien einfließen.
Ein weiterer wichtiger Punkt der Diskussion war die Notwendigkeit, einheitliche technische Mindestanforderungen innerhalb der Regelwerke der Klassifikationsgesellschaften bereitzustellen. Dies soll der Branche helfen, neue Technologien und alternative Kraftstoffe sicher und schnell einzuführen. Der IACS-Rat betonte, dass die regulatorische Aufsicht die Vorteile des Klassifikationszyklus respektieren sollte.






