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02.07.2026 um 08:27 UhrDie aktuellen Vorschriften zur Sicherheitskontrolle von Luftfracht in Grossbritannien führen zu unnötigen Kosten und Emissionen, da Flugzeugtriebwerke regelmässig in die EU transportiert werden, um dort von speziell ausgebildeten Hunden überprüft zu werden. Dies erklärte Chris Daniels, Chief Commercial Officer von Global K9 (GK9), auf der Multimodal in Birmingham.
Daniels wies darauf hin, dass die derzeitige Regelung es nicht erlaubt, Flugzeugtriebwerke in Grossbritannien durch zertifizierte Hundeteams zu überprüfen. Daher müssen diese Sendungen häufig per Strasse zu belgischen Flughäfen (Lüttich und Brüssel) transportiert werden, wo die Hundekontrollen gemäss den europäischen Vorschriften zulässig sind. Nach der Überprüfung in Europa können die Frachtstücke dann als kontrollierte Sendungen nach Grossbritannien zurückgebracht werden.
„Die Luftfracht in Grossbritannien nimmt derzeit einen kostspieligen und umweltschädlichen Umweg“, sagte Daniels. Er betonte, dass in anderen Ländern bereits Hundekontrollen für Flugzeugtriebwerke etabliert sind und von erfahrenen Dienstleistern unterstützt werden. Die regulatorischen Rahmenbedingungen in Grossbritannien seien jedoch noch nicht mit den operativen Möglichkeiten Schritt gehalten.
„Wir benötigen eine Politik, die das Mögliche und das für die Branche Vorteilhafte widerspiegelt, während die Sicherheit stets oberste Priorität hat“, so Daniels weiter.
Global K9 hat im Dezember 2024 seine europäischen Aktivitäten aufgenommen und ist mittlerweile in den Niederlanden, Belgien und Grossbritannien tätig. Im Vereinigten Königreich sind die sogenannten Free Running Explosive Detection Dogs (FREDDs) an Flughäfen in London (Heathrow und Gatwick) und Aberdeen stationiert.
In den USA arbeitet das Unternehmen eng mit der Transportation Security Administration (TSA) zusammen, um die Entwicklung von Vorschriften zur Hundekontrolle im Frachtbereich zu unterstützen. GK9 war die erste Organisation, die eine von der TSA genehmigte Certified Cargo Screening Facility – K9 (CCSF-K9) betrieb.
Daniels betonte, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen der Industrie und den Regulierungsbehörden dazu beitragen könnte, die britischen Sicherheitsvorschriften zu modernisieren, ohne die höchsten Sicherheitsstandards zu gefährden.
Er wies darauf hin, dass die Genehmigung von zertifizierten Hundekontrollen für Flugzeugtriebwerke in Grossbritannien unnötige grenzüberschreitende Transporte reduzieren, die Betriebskosten für Exporteure senken und die Wettbewerbsfähigkeit des britischen Luftfrachtsektors steigern würde, indem mehr Kontrollen im Land durchgeführt werden.
„Die Logistik ist einer der grössten Verursacher von Transportemissionen“, fügte Daniels hinzu. „Wo sichere und geschützte Alternativen existieren, die unnötige Bewegungen reduzieren, haben wir die Verantwortung, diese zu prüfen.“
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