
MODAL GROUP fordert Schienengüterverkehrs-Ausbau
01.06.2026 um 12:50 Uhr
Rückgang der Lkw-Verkäufe im April in den USA
01.06.2026 um 14:07 UhrDie Airforwarders Association (AfA) hat in einem Schreiben an das US-Ministerium für Innere Sicherheit (DHS) vor möglichen Auswirkungen einer Reduzierung der Zollabfertigung an wichtigen Flughäfen gewarnt. Diese Massnahmen könnten die Abwicklung von zeitkritischen und sicherheitsrelevanten Gütern, die in die Vereinigten Staaten eingeführt werden, erheblich stören. Die Warnung folgt Berichten, dass das DHS plant, die Zoll- und Grenzschutzoperationen (CBP) an bestimmten Flughäfen in sogenannten „Sanctuary Cities“ zu reduzieren oder ganz einzustellen.
Brandon Fried, der Geschäftsführer der AfA, betonte, dass jede signifikante Reduzierung der Zollabfertigungskapazitäten an großen Gateway-Flughäfen sofortige Störungen in zeitkritischen Lieferketten zur Folge hätte. „Die Zollabfertigung ist nicht nur eine administrative Funktion; sie ist ein wesentlicher Bestandteil unserer nationalen Sicherheit und wirtschaftlichen Resilienz“, erklärte Fried.
Die AfA hebt hervor, dass die Zollfreigabe für den Transport von Arzneimitteln, medizinischen Geräten, Fertigungskomponenten, E-Commerce-Waren, verderblichen Gütern und anderen Produkten von entscheidender Bedeutung ist, da diese auf die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit des Luftfrachtverkehrs angewiesen sind. Ein Rückstau bei der Zollabfertigung an wichtigen Flughäfen wie New York-JFK, Chicago-O’Hare, Los Angeles oder Miami könnte nicht nur zu verspäteten Lieferungen führen, sondern auch zu ernsthaften Konsequenzen wie dem Verlust temperaturempfindlicher Medikamente oder Verzögerungen bei der Behandlung von Patienten.
Die AfA warnt zudem, dass die Logistiknetzwerke für Fracht nicht einfach umgebucht oder über Nacht umgeleitet werden können. Die Abläufe sind auf spezifische Flughäfen abgestimmt, und eine Umleitung würde Monate an Koordination und Investitionen erfordern, die in einer Notlage nicht verfügbar sind. „Flughäfen bedienen nicht nur ihre eigenen Metropolregionen, sondern fungieren auch als zentrale Drehkreuze für Fracht, die im ganzen Land verteilt wird“, fügte Fried hinzu.
Die AfA fordert das DHS und die CBP auf, die aktuellen Personalstufen an den Zollstellen zu erhalten und die Luftfracht- und Logistikbranche zu konsultieren, bevor Änderungen in Betracht gezogen werden, die die Kapazität der Zollabfertigung beeinträchtigen könnten. „Eine Störung an nur einem grossen Gateway hätte nationale Konsequenzen für die Lieferketten, die auf eine sichere und zeitgerechte Zollabfertigung angewiesen sind“, so Fried abschliessend.






