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01.05.2026 um 15:43 UhrDie Partnerschaft zwischen Gruber Logistics und Scania nimmt in diesem Frühjahr konkrete Formen an. Ab Mai 2026 wird ein wasserstoffbetriebenes Schwerlastfahrzeug des Modells Scania 40R in Italien unter realen Betriebsbedingungen getestet. Dieser Praxistest ist Teil des europäischen ZEFES-Projekts, das sich mit der Dekarbonisierung des Güterverkehrs beschäftigt.
Wasserstoff als Antriebstechnologie im Fokus
Scania hat sich in den letzten Jahren verstärkt auf die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs konzentriert, verfolgt jedoch auch das Ziel, verschiedene nachhaltige Antriebstechnologien zu erforschen. Die Erprobung von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen befindet sich derzeit in einer frühen Phase, wobei der Schwerpunkt auf Pilotprojekten in Europa liegt. Die Zusammenarbeit mit Gruber Logistics soll dazu beitragen, Italien als Vorreiter in der Entwicklung und Erprobung von Wasserstofflösungen für den Schwerlastverkehr zu positionieren.
Das ZEFES-Projekt hat das Ziel, die Einführung von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) und Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugen (FCEV) im europäischen Güterverkehr zu beschleunigen. Martin Gruber, CEO von Gruber Logistics, betont die Bedeutung des Tests: „Es ist wichtig zu betonen, dass dieses Fahrzeug, obwohl es noch nicht in Serie ist, dank der Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen aus der Fertigungsbranche im realen Betrieb eingesetzt wird. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Einführung neuer Technologien zu beschleunigen und sofort zu erkennen, welchen potenziellen Herausforderungen ein Logistikunternehmen bei deren Einsatz begegnen könnte.“
Technische Details des FCEV-Fahrzeugs
Das wasserstoffbetriebene Fahrzeug basiert auf einer dreiachsigen Sattelzugmaschine, die auf einer BEV-Plattform entwickelt wurde. In diese Plattform sind Wasserstofftanks und ein Brennstoffzellensystem integriert. Der Wasserstoff wird nicht verbrannt, sondern über die Brennstoffzelle in Strom umgewandelt. Ziel des Tests ist es, die Betriebsleistung, Reichweite und Betankungsmethoden unter realen Bedingungen zu bewerten.
Im Vergleich zu herkömmlichen BEV bietet ein FCEV einige Vorteile. Dazu gehören eine größere Reichweite, da das Brennstoffzellensystem längere Strecken ermöglicht, sowie kürzere Betankungszeiten von etwa 20 Minuten. Zudem können Wasserstoffverteilungs- und Betankungsnetze in bestimmten Logistikprozessen leichter dezentralisiert werden, was sie für komplexe Anwendungen geeignet macht.
Simone Martinelli, Sales Manager E-Mobility bei Scania Italien, erläutert: „Aufbauend auf dem für Scania typischen modularen Ansatz haben wir die BEV-Plattform genutzt und sie mit Brennstoffzellentechnologie kombiniert. Es handelt sich hierbei nicht um ein in seiner endgültigen Konfiguration optimiertes Fahrzeug, sondern um eine Übergangslösung, die es uns ermöglicht, die Entwicklungen im Bereich des elektrischen Antriebsstrangs zu nutzen und das Verhalten des Brennstoffzellensystems unter realen Bedingungen zu bewerten.“
Geplante Veranstaltungen und Tests
Neben den Praxistests im Straßenverkehr sind auch Betankungstests sowie statische und dynamische Vorführungen geplant. Die Ergebnisse und bewährte Verfahren sollen mit der Branche geteilt werden. Die erste gemeinsame Veranstaltung findet auf der Transpotec 2026 statt, wo Scania und Gruber Logistics am 14. Mai um 12:00 Uhr ihre Initiative vorstellen werden. Besucher können das Fahrzeug während der Messe im Außenbereich besichtigen. Darüber hinaus wird das Fahrzeug auch auf dem Gruber Logistics Innovation Summit am 27. Mai im Safety Park in Bozen und am 28. Mai im NOI Techpark in Bozen präsentiert.





