
Zimex Aviation übernimmt besondere Twin Otter
29.06.2026 um 08:51 Uhr
Network Aviation Group intensiviert Logistik in Gabun
29.06.2026 um 09:23 UhrDie Europäische Kommission hat Schritte unternommen, um zu verhindern, dass Reedereien für dieselben Emissionen mehrfach belastet werden. Laut einer Mitteilung von EmissionLink, einem integrierten Emissionsmanagementdienst, sind jedoch klare Leitlinien erforderlich, um die praktische Umsetzung dieser Massnahmen zu gewährleisten.
Komplexität der Regulierungen
Die Schifffahrt sieht sich gemäss dem Unternehmen bereits einem komplexen regulatorischen Umfeld gegenüber: Mit dem Inkrafttreten des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS) und der Initiative FuelEU Maritime sowie den Bestrebungen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) zur Einführung eines globalen Netto-Null-Rahmens wird die Situation noch komplizierter. Jedes dieser Systeme hat unterschiedliche Anforderungen, Zeitpläne und Berechnungsmethoden. EmissionLink weist darauf hin, dass ohne detaillierte Leitlinien die Vermeidung doppelter CO₂-Kosten eine Herausforderung darstellt.
Ein Schiff, das im europäischen Handel tätig ist, kann gleichzeitig den Regelungen des EU ETS, den Anforderungen von FuelEU Maritime und den zukünftigen CO₂-Vorgaben der IMO unterliegen. Dabei sind die Verpflichtungen nicht immer klar zugeordnet, und die Berechnung der Emissionsdaten erfolgt nicht einheitlich, wie das Unternehmen mitteilt. Dies könne dazu führen, dass Schiffseignende nicht nur für dieselben Emissionen doppelt zahlen, sondern auch mit mehrfachen Meldungen, doppelten Berechnungen und parallelen Compliance-Prozessen konfrontiert werden.
Notwendigkeit präziser Emissionsdaten
Die Bedeutung genauer und auditierbarer Emissionsdaten nimmt laut EmissionLink in diesem Kontext zu. Das Unternehmen betont jedoch, dass Daten allein nicht ausreichen. Eigentümer und Betreibende müssten auch über das Fachwissen verfügen, um diese Daten in den verschiedenen regulatorischen Systemen zu interpretieren und kommerzielle Entscheidungen zu treffen. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits über 600 Schiffe bei der Bereitstellung von FuelEU-Emissionsdaten unterstützt und dabei Einblicke in die Herausforderungen der Einhaltung für unterschiedliche Schiffstypen und Betriebsprofile gewonnen.
„Die Branche muss wissen, wie EU- und IMO-Verpflichtungen abgestimmt werden, wie gleichwertige Zahlungen anerkannt werden und welche Beweise die Schiffseigner benötigen, um zu beweisen, dass dieselbe Tonne Emissionen nicht mehr als einmal bestraft wurde.“
– Philippos Ioulianou (abgebildet), Geschäftsführer von EmissionLink






