
Luftfracht stärkt Italiens Exportwirtschaft
11.06.2026 um 08:29 Uhr
HERFRIED optimiert Binnenschifffahrt digital in Europa
11.06.2026 um 09:10 UhrDie Einführung der Verordnung über die Kapazität der Schieneninfrastruktur stellt einen Wendepunkt für die Betreiber intermodaler Güterzüge in Europa dar. Laut der Internationalen Union für den Straßen- und Schienenverkehr (UIRR) bietet die neue Verordnung die Möglichkeit, mehr und qualitativ hochwertigere Trassen für grenzüberschreitende intermodale Güterzüge zu sichern und die Zuverlässigkeit des grenzüberschreitenden Schienengüterverkehrs zu verbessern. Diese Verbesserungen sind seit langem von der Branche gefordert worden. Die Verordnung regelt die Verwaltung der Schieneninfrastrukturkapazität sowohl während der jährlichen Fahrplanerstellung als auch in Zeiten der temporären Umleitungsmanagement, die durch Bauarbeiten an bestimmten Streckenabschnitten erforderlich werden.
Stärkung der Nutzerstimme
Die UIRR hat gemeinsam mit anderen Verbänden einen Vorschlag zur Gründung der Europäischen Eisenbahnplattform (ERP) unterbreitet. Dieser Vorschlag wurde zusammen mit anderen Verbänden, die Passagier- und Güterverkehrsunternehmen, Betreiber von Serviceeinrichtungen, zuständige Behörden und weitere Marktteilnehmer vertreten, an die Europäische Kommission übermittelt. Die ERP soll als kollektive Stimme der Nutzer der Schieneninfrastruktur und der intermodalen Akteure fungieren und einen starken, strukturierten Bestandteil der neuen Kapazitätsmanagement-Architektur bilden, die vom Europäischen Netzwerk der Infrastrukturmanager (ENIM) verantwortet wird. ENIM wird die Entwicklung europäischer Richtlinien und Regeln zur Kapazitätsvergabe leiten.
„Die neue Kapazitätsverordnung bietet intermodalen Güterverkehrsunternehmen die Chance
auf mehr und qualitativ bessere Bahntrassen sowie auf ein formelles Mitspracherecht bei der
Ausgestaltung der Regeln. Wir fordern die Kommission dringend auf, die Kapazitätsverordnung
unverzüglich zu genehmigen und diesen Fortschritt durch eine ambitionierte Überarbeitung der
Richtlinie über den kombinierten Verkehr zu ergänzen.“
UIRR-Generaldirektor Ralf-Charley Schultze.
Dringlichkeit der Genehmigung
Die UIRR fordert die Europäische Kommission auf, den Vorschlag zur ERP so schnell wie möglich zu genehmigen. Die Nutzer der Schieneninfrastruktur müssen von Beginn an in den neuen Governance-Prozess einbezogen werden. Die Reform des Fahrplanmanagements (TTR) führt innovative digitale Werkzeuge und marktorientierte Ansätze zur Kapazitätsverwaltung ein, die den intermodalen Dienstleistungen direkt zugutekommen. Diese Neuerungen erleichtern den Zugang zu nutzbaren und zuverlässigen Trassen und ermöglichen eine bessere Planung grenzüberschreitender Operationen mit höherer Vorhersehbarkeit.
Notwendigkeit der Modernisierung
Die UIRR betont, dass diese Modernisierung für intermodale Güterzüge unerlässlich ist, da sie auf wettbewerbsfähige Transitzeiten und eine netzwerkweite Koordination angewiesen sind, um eine glaubwürdige Alternative zum Straßenverkehr zu bieten. Angesichts der sich weiterentwickelnden regulatorischen Rahmenbedingungen fordert die UIRR die EU-Institutionen auf, auch den rechtlichen Rahmen für den Kombinierten Verkehr zu modernisieren. Die Richtlinie über den Kombinierten Verkehr, die auf das Jahr 1992 zurückgeht und derzeit überarbeitet wird, muss aktualisiert werden, um den heutigen betrieblichen, kommerziellen und umweltbezogenen Gegebenheiten im intermodalen Güterverkehr Rechnung zu tragen. Eine moderne Kapazitätsverordnung in Kombination mit einer veralteten Richtlinie über den Kombinierten Verkehr würde eine erhebliche Lücke im politischen Rahmen hinterlassen. Die Überarbeitung muss zügig und ambitioniert abgeschlossen werden.








