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23.06.2026 um 10:48 UhrDie Lkw-Branche in Australien sieht sich mit einem zunehmenden Fahrpersonalmangel konfrontiert, der durch mehrere Faktoren verschärft wird: Laut einer Mitteilung der International Road Transport Union (IRU) lag die Fahrermangelquote im 2025 bei 12 %, im Vergleich zu 10 % im Jahr 2024. Diese Entwicklung wird laut dem Verband von einer steigenden Frachtnachfrage, einer alternden Belegschaft, begrenzten Ausbildungsmöglichkeiten und unzureichender Infrastruktur begleitet.
Sarah Dunning, Strategieberaterin des IRU-Mitgliedsunternehmens NatRoad, erläutert die Situation wie folgt: „Der Fahrermangel ist gravierender, als die meisten Menschen annehmen, und er wird sich noch verschlimmern, wenn die Fahrer älter werden oder andere Belastungen wie steigende Kosten für kleinere und mittlere Unternehmen hinzukommen.“
Wachsende Anforderungen
Mit der steigenden Nachfrage nach Gütern wächst auch der Bedarf an Fahrpersonal. Dunning weist darauf hin, dass in Australien nahezu alle Waren, von Lebensmitteln bis zu Medikamenten, per Lkw transportiert werden müssen. „Das Güterverkehrsaufkommen in Australien wird weiter steigen, und der Strassentransport wird voraussichtlich einen immer grösseren Anteil daran haben“, erklärt sie.
Prognosen, die die IRU herbeizieht, zeigen, dass der Strassengüterverkehr von 2020 bis 2050 um 77 % zunehmen wird. Dies stelle die Branche vor nicht nur unmittelbare, sondern auch strukturelle Herausforderungen: „Ohne einen ausreichenden Nachwuchs an Fahrern bedeutet mehr Frachtaufkommen lediglich einen noch grösseren Mangel. Wir können dieses Problem nicht durch Wachstum lösen; wir müssen es durch Infrastruktur lösen“, so Dunning.






