
Blue Yonder zu EU-Vorschlag für mehrgleisige Beschaffung
19.06.2026 um 12:22 Uhr
ACS transportiert 65 Tonnen Fracht nach Chicago
19.06.2026 um 16:21 UhrDie italienische Ministerium für Unternehmen und Made in Italy (MIMIT) hat in Zusammenarbeit mit dem Luft- und Raumfahrtunternehmen Radia ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, um die Entwicklung des WindRunner™-Programms voranzutreiben. Dieses Programm zielt darauf ab, ein ultra-grosses Frachtflugzeug zu entwickeln, das als das grösste Flugzeug der Welt gilt. Die Vereinbarung wurde am 18. Juni 2026 bekannt gegeben und soll auch industrielle Entwicklungsmöglichkeiten in Italien fördern.
Das WindRunner-Programm ist darauf ausgelegt, kritische Lücken in der globalen Logistik und strategischen Mobilität zu schliessen. Es richtet sich an Schlüsselbranchen wie Verteidigung, Energie, industrielle Fertigung und Luft- und Raumfahrt. Durch die Reduzierung der Lieferzeiten von Monaten auf Tage oder sogar Stunden soll WindRunner die Resilienz der Lieferketten stärken und sowohl nationale Sicherheits- als auch kommerzielle Anwendungen unterstützen.
Neue Lösungen für strategische Mobilität
Das Flugzeug soll in der Lage sein, eine beispiellose Frachtkapazität zu transportieren – von bis zu 105 m lange und 10 m breite sowie bis zu 73 t schwere Frachtstücke ist die Rede – und von kompakten, unbefestigten Landebahnen zu operieren. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für strategische Mobilität, Logistik im Verteidigungsbereich, den Einsatz von Energieinfrastruktur, die Luft- und Raumfahrt sowie humanitäre Einsätze. Mark Lundstrom, Gründer und CEO von Radia, erklärte:
„Da die Anforderungen an die strategische Mobilität weiter wachsen, werden verbündete Nationen neue Lufttransportfähigkeiten benötigen. Seit über einem Jahrzehnt ist kein neues strategisches Lufttransportflugzeug in Produktion gegangen. WindRunner wird entwickelt, um diese Lücke zu schließen und eine neue Fähigkeit zum Transport von mission-kritischen, übergrossen Frachtgütern bereitzustellen.“
Im Rahmen des Memorandums werden MIMIT und Radia gemeinsam daran arbeiten, die italienische Luft- und Raumfahrt- sowie die Industriebranche in das WindRunner-Programm einzubeziehen. Dies schliesst potenzielle Beiträge von Organisationen aus den Bereichen Fertigung, Ingenieurwesen und Lieferkettenoperationen ein. Die Vereinbarung soll Italiens umfassende industrielle Expertise nutzen und gleichzeitig die transatlantische industrielle Zusammenarbeit fördern.
Italien spielt bereits eine bedeutende Rolle in Radias wachsendem internationalen Netzwerk, wobei Rom als eines der Hauptquartiere des Unternehmens ausserhalb der USA fungiert. Die Vereinbarung schafft zudem einen Rahmen für institutionelle und technische Zusammenarbeit zur Unterstützung des Programms. Neben der Koordination mit regionalen Akteuren, insbesondere in den Regionen Kampanien und Apulien, wird das übergeordnete Ziel darin bestehen, die industrielle Beteiligung in ganz Italien zu evaluieren und zu fördern. Zukünftige Investitionen oder Programmentscheidungen, die aus der Vereinbarung resultieren, unterliegen jedoch weiteren Analysen, Genehmigungen und zusätzlichen Vereinbarungen.





