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27.05.2026 um 10:44 UhrDie Abhängigkeit Deutschlands von Importen aus China hat sich in den letzten Jahren verstärkt, wie eine aktuelle Analyse der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zeigt. Diese Entwicklung steht im Widerspruch zu den Zielen der China-Strategie der Bundesregierung, die 2023 formuliert wurde. Die Studie wurde kurz vor der bevorstehenden China-Reise von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche veröffentlicht und beleuchtet die steigenden Anteile chinesischer Einfuhren bei strategisch wichtigen Gütern, wie die Stiftung mitteilt.
Steigende Importanteile bei kritischen Gütern
Laut der Analyse ist der Anteil chinesischer Importe bei mehreren Produkten und Rohstoffen, die als kritisch eingestuft werden, gestiegen. Bei wiederaufladbaren Lithium-Batterien erhöhte sich der Importanteil von 49,7 Prozent im Jahr 2023 auf 66,5 Prozent im Jahr 2025. Auch im Bereich der Antibiotika zeigt sich ein Anstieg: Der Anteil chinesischer Lieferungen wuchs von 65,3 Prozent auf 72,9 Prozent. Bei Vitaminen und Provitaminen stieg der Anteil ebenfalls in ähnlichem Umfang. Besonders auffällig ist der Anstieg bei Solarpanels, deren Importanteil mittlerweile 92,6 Prozent des Gesamtgewichts erreicht hat.
Zusätzlich ist China gemäss der Stiftung der nahezu einzige Lieferant für die Seltenen Erden Praseodym, Neodym und Samarium. Diese sind für die Herstellung leistungsstarker Permanentmagnete, beispielsweise in E-Motoren, von Bedeutung. Die Importmenge dieser Rohstoffe hat sich von 3,1 Tonnen im Jahr 2023 auf 13,0 Tonnen im Jahr 2025 mehr als vervierfacht.





