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18.05.2026 um 10:27 UhrDas kanadische Technologieunternehmen Geotab hat in einem aktuellen Bericht zur Effizienz des Güterverkehrs in europäischen Hauptstädten erhebliche Unterschiede festgestellt. Der „European Freight Efficiency Index“ mit dem Titel „The Cost of Standing Still“ zeigt, dass Berlin mit einer Bewertung von 61 von 100 Punkten die höchste Effizienz aufweist, während Madrid mit nur 25 Punkten am Ende der Skala rangiert. Dies ergibt eine Leistungsdifferenz von 144% zwischen den besten und schlechtesten Städten.
Die Studie verdeutlicht, dass täglich Millionen von Fahrzeugen durch die Städte Europas fahren, um essentielle Güter wie Lebensmittel, Medikamente und Materialien zu transportieren. Die Effizienz dieser Transporte variiert jedoch erheblich je nach Stadt. Der Bericht zeigt, dass selbst bei identischen Fahrzeugflotten die Effizienz stark von der jeweiligen städtischen Infrastruktur und den Verkehrsbedingungen abhängt.
Unterschiedliche Verkehrsbedingungen und deren Auswirkungen
Berlin profitiert von einer polyzentrischen Stadtstruktur, die den Verkehr auf mehrere Routen verteilt und so einen stabilen Verkehrsfluss ermöglicht. Im Gegensatz dazu leidet Madrid unter einer hohen Stauanfälligkeit, was sich negativ auf die Effizienz auswirkt. Amsterdam folgt Berlin dicht auf den Fersen mit 59 Punkten, während Dublin (49) und Rom (48) eine mittlere Effizienz aufweisen. Paris (37) und London (29) befinden sich in einer Kategorie, in der die Verkehrsbedingungen die Effizienz der Flotten negativ beeinflussen.
Die Analyse zeigt, dass nicht nur die Verkehrsmenge, sondern auch die Vorhersehbarkeit des Verkehrsflusses entscheidend für die Effizienz ist. In Städten wie London, Paris und Madrid ist die Unberechenbarkeit des Verkehrs ein zentrales Problem. Diese Unberechenbarkeit führt zu einem „strukturellen Steueraufwand“, der sich in Form von zusätzlichen Pufferzeiten und ineffizienten Lieferfenstern äussert.
Edward Kulperger, Senior Vice President EMEA bei Geotab, erläutert: „Die Effizienz im urbanen Güterverkehr wurde oft nur durch die Verkehrsbelastung betrachtet. Dieser Index zeigt, dass das Verhalten des Verkehrs eine tiefere Problematik darstellt. In den effizientesten Städten ist die Bewegung konstant und vorhersehbar, während sie in den ineffizientesten Städten fragmentiert ist, was direkte Auswirkungen auf Kosten und Emissionen hat.“
Methodik des Index
Der European Urban Freight Efficiency Index bewertet jede Stadt auf einer Skala von 0 bis 100, basierend auf zwei Dimensionen: dem Verkehrsfluss und den Kosten der Staus. Der Verkehrsfluss macht 75% der Bewertung aus und berücksichtigt die Staubelastung, die Anzahl der Stunden mit fliessendem Verkehr und die Vorhersehbarkeit der Reisezeiten. Die Kosten der Staus machen die verbleibenden 25% aus und messen das Fahrzeug-Idling als Indikator für die durch das System verursachten Abfälle.
Die Daten für den Index stammen aus dem Jahr 2025 und basieren auf Informationen von Geotabs vernetzten Fahrzeugen in sieben Städten: Berlin, Amsterdam, Dublin, Rom, Paris, London und Madrid. Die Bewertungen sind relativ und basieren auf einer Stichprobe von vernetzten Fahrzeugen, nicht auf einer vollständigen Erhebung.







