
dnata investiert 32 Millionen AUD in Frachtterminal Western Sydney
12.05.2026 um 15:25 Uhr
TGW Logistics erhält Gold bei „German Innovation Award“
13.05.2026 um 08:03 UhrNach der erfolgreichen Zulassung der Euro9000 für den italienischen Markt hat die European Loc Pool (ELP) mit Sitz im schweizerischen Frauenfeld in Zusammenarbeit mit der Rail Traction Company (RTC) die ersten Testfahrten auf der Brennerachse gestartet. Diese Tests sind Teil der praktischen Immatrikulation der Mehrsystemlokomotive in Italien und zielen darauf ab, die Leistungsfähigkeit im anspruchsvollen italienischen Güterverkehr zu evaluieren. Zudem sollen neue Möglichkeiten für effizientere und interoperable Transportlösungen zwischen Deutschland, Österreich und Italien sowie auf der Domodossola-Strecke zwischen der Schweiz und Italien untersucht werden.
Die Brennerachse und die Domodossola-Strecke zählen zu den zentralen Verbindungen im europäischen Güterverkehr und stellen hohe Anforderungen an Leistung und Flexibilität. Mit der Zulassung für Italien erweitert die Euro9000 ihren Einsatzbereich auf einen der wichtigsten Güterverkehrskorridore in Europa. RTC ist eines der ersten Unternehmen, das die Euro9000 im operativen Umfeld testet. RTC-Geschäftsführer Martin Ausserdorfer betont die Notwendigkeit technischer Weiterentwicklungen und sieht in der Euro9000 Potenzial zur Verbesserung der Effizienz in der Zugproduktion.
Ein zentrales Ziel der Tests ist es, internationale Verkehre ohne zusätzliche Lokwechsel abzuwickeln. Die Mehrsystemfähigkeit der Euro9000 ermöglicht den Einsatz in mehreren Ländern, darunter Deutschland, Österreich, die Benelux-Staaten und Italien. Dies schafft die Voraussetzungen für interoperable Verkehrskonzepte entlang des gesamten Korridors. Ausserdorfer hebt hervor, dass die Euro9000 in der Lage sein soll, schwere Zuggewichte effizient mit nur einer Lokomotive zu transportieren, was bislang teilweise mit Doppeltraktion realisiert wurde.
Technische Leistungsfähigkeit und Servicequalität im Fokus
Neben der technischen Leistungsfähigkeit ist auch die Rolle eines zuverlässigen Full-Service-Leasingpartners von Bedeutung. RTC betont die Wichtigkeit von hoher Verfügbarkeit, schnellen Reaktionszeiten und einer lösungsorientierten Zusammenarbeit im täglichen Betrieb. Ausserdorfer erklärt: „Das Wichtigste ist der Service, die Erreichbarkeit und die Fähigkeit, Probleme schnell und effizient zu lösen.“ Jeder Tag, an dem eine Lokomotive nicht im Einsatz ist, verursacht Kosten.
Die Euro9000 wurde nicht nur für internationale Verkehre entwickelt, sondern auch, um die erste und letzte Meile effizient abzudecken. Dies ermöglicht es Betreibern, Verkehre ohne zusätzliche Rangier- oder Diesellokomotiven abzuwickeln und gleichzeitig von der hohen Leistung auf internationalen Korridoren zu profitieren. Unter 3 kV Infrastruktur zeigt die Euro9000 ihre Stärken, indem sie durch den zusätzlichen Einsatz des Dieselmotors als Boost mehr Leistung zur Verfügung stellt. Willem Goosen, CEO von ELP, erklärt, dass dies zu einer effizienteren und zuverlässigeren Abwicklung anspruchsvoller Verkehre führt.
Sollten die Testfahrten erfolgreich verlaufen, sieht RTC Potenzial für den langfristigen Einsatz der Euro9000 im internationalen Güterverkehr. Zukünftig könnten auch weitere internationale Verbindungen und zusätzliche europäische Märkte erschlossen werden. Mit der Italienzulassung und den laufenden Testfahrten positioniert sich ELP als Anbieter einer leistungsstarken Mehrsystemlokomotive für moderne europäische Güterverkehrskorridore. Die Kombination aus hoher Leistung, Mehrsystemfähigkeit und zusätzlichem Dieselmodul ermöglicht flexible Einsätze auf elektrifizierten sowie nicht elektrifizierten Streckenabschnitten.
Goosen fügt hinzu, dass ELP seine dreijährige Betriebserfahrung aus internationalen Märkten nun auch in den italienischen Markt einbringt. Er ist überzeugt, dass die Euro9000 die Erwartungen von RTC erfüllen wird und setzt neue Maßstäbe in Effizienz und Flexibilität für den europäischen Schienengüterverkehr.







