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16.06.2026 um 12:22 UhrDie Duisburger Hafen AG, die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK), Rhenus Logistics sowie die Viking Cruises AG haben am 15. Juni 2026 die „Allianz Wasserstraße“ gegründet. Diese Initiative wird von Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, und Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, unterstützt. Zu den Unterzeichnern gehören Markus Bangen (duisport), Steffen Bauer (HGK), Michael de Reese (Rhenus Logistics) und Thomas Bogler (Viking).
Stärkung der Wasserstraße als Logistikpfeiler
Die Allianz hat zum Ziel, die Expertise und das wirtschaftliche Gewicht der führenden Akteure der deutschen Binnenhäfen und -schifffahrt zu bündeln. Damit soll die Wasserstraße als zentrale Säule für Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und klimafreundliche Logistikketten gestärkt werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der langfristigen Sicherung des strategischen Vorteils leistungsfähiger Wasserstraßen durch eine klare Interessenvertretung und konkrete Lösungsansätze für eine robuste Infrastruktur.
Ministerpräsident Wüst hebt die Bedeutung der Wasserstraßen und Binnenhäfen für die Versorgung der Bevölkerung und die Logistik der Wirtschaft hervor. Er betont, dass die Binnenschifffahrt eine zentrale Rolle für die industrielle Zukunft Nordrhein-Westfalens spielt und dass ihr Potenzial noch nicht vollständig ausgeschöpft sei. Wüst begrüßt die Gründung der Allianz als eine Partnerschaft, die darauf abzielt, die Binnenschifffahrt weiter zu fördern.
Staatssekretärin Stutz ergänzt, dass die Allianz die Relevanz eines leistungsfähigen Systems Wasserstraße-Schiff-Hafen für resiliente und klimafreundliche Lieferketten sowie die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts unterstreicht. Sie betont die Notwendigkeit, sowohl den Erhalt der bestehenden Wasserstraßeninfrastruktur als auch die Transformation der Binnenschifffahrt in den Fokus zu rücken.
Verbesserung der Rahmenbedingungen und Digitalisierung
Die Allianz plant, die verkehrspolitische Bedeutung der Wasserstraße in der Öffentlichkeit und der Politik zu stärken. Ein zentrales Anliegen ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine verlässliche Infrastruktur. Zudem sollen IT-Themen in den Vordergrund rücken, um durch Digitalisierung die Transportketten zu optimieren und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Initiative strebt auch an, klimafreundliche Transporte zu skalieren und die Effizienz in den Verkehrsströmen zu steigern.
Ab sofort wird die Allianz den Austausch mit Verbänden und Organisationen entlang der gesamten Lieferkette intensivieren, um durch abgestimmte Positionen das Zusammenspiel der Verkehrsträger zu verbessern. Zudem wird der Dialog mit Industriekunden und der Zivilgesellschaft gesucht, um ein breiteres Meinungsbild zu erhalten und die Branchenwünsche zu koordinieren.
Die Allianz sieht sich nicht als Konkurrenz zu bestehenden Verbandsstrukturen, sondern als Ergänzung. Sie bietet einen Rahmen für Austausch und Umsetzung und öffnet sich für die Zusammenarbeit mit Verbänden, um gemeinsam relevante Fragen zu adressieren. Dabei wird ein einheitliches Auftreten gegenüber politischen Entscheidungsträgern im Bund und in Europa angestrebt, um der Wasserstraße die Sichtbarkeit und Priorität zu verleihen, die ihrer strategischen Bedeutung entspricht.
Zukunftsperspektiven und Beteiligungsmöglichkeiten
Nach der Gründung wird die formelle Ausgestaltung der Allianz weiter vorangetrieben. Die Kooperation steht allen Unternehmen offen, die an verkehrsträgerübergreifenden Transportketten beteiligt sind, insbesondere Industrie- und Handelsunternehmen sowie relevanten Verbänden und zivilgesellschaftlichen Gruppen. Ziel ist es, eine breit verankerte, wirtschaftsorientierte Plattform zu schaffen, die auf nationaler und europäischer Ebene Einfluss nimmt und die Zukunft des Systems Wasserstraße aktiv mitgestaltet.
Die beteiligten Unternehmen äußern sich zu den Zielen der Allianz. Steffen Bauer, CEO der HGK-Gruppe, betont die Notwendigkeit widerstandsfähiger Wertschöpfungsketten und sieht die Wasserstraßen als unverzichtbare Säule für eine zukunftsfähige Logistik. Markus Bangen, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, hebt die Verbindung zwischen der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und der Leistungsfähigkeit der Wasserstraßen hervor. Michael de Reese, CEO von Rhenus Port Logistics, fordert die politische Priorität für die Wasserstraße, um deren Entwicklung voranzutreiben. Thomas Bogler, Mitglied des Verwaltungsrates der Viking Cruises AG, sieht in leistungsfähigen Wasserstraßen einen Schlüssel für die Zukunft des Verkehrssystems und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.





