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29.05.2026 um 05:37 Uhr
STB genehmigt UP & NS-Fusion
29.05.2026 um 07:12 UhrDie österreichische STRABAG hat einen bedeutenden Auftrag für den Ersatzneubau der Schleuse Erlangen am Main-Donau-Kanal in Deutschland erhalten. In Zusammenarbeit mit der Bauer Spezialtiefbau GmbH wird die Ed. Züblin AG, eine Tochtergesellschaft von STRABAG, das Projekt im Auftrag des Wasserstraßen-Neubauamts Aschaffenburg (WNA) umsetzen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf etwa 380 Mio. EUR, wobei STRABAG einen Anteil von 90% übernimmt.
Wichtiger Schritt für die Wasserstrasseninfrastruktur
Die Schleuse Erlangen, die seit den 1970er-Jahren in Betrieb ist, weist einen baulichen Zustand auf, der eine Sanierung unmöglich macht. Daher wird ein Neubau erforderlich, der rund 300 m nördlich der bestehenden Schleuse errichtet wird. Der Neubau wird in Massivbauweise ausgeführt und soll mit einer Breite von 12,50 m und einer Länge von 190 m realisiert werden. Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Minimierung von Fugen, um die Langlebigkeit der Schleuse zu erhöhen.
Das Projekt umfasst den gesamten Schleusenkomplex, einschliesslich Einlaufbauwerk, Oberhaupt, Schleusenkammer, Auslaufbauwerk sowie seitlich angeordneten Sparbecken. Diese Sparbecken sind so geplant, dass bei jedem Schleusungsvorgang etwa 60% Wasser eingespart werden können. Zudem wird ein Leerschuss zur Wasserbewirtschaftung des Main-Donau-Kanals eingerichtet, der es ermöglicht, Wasser parallel an der Schleuse vorbeizuleiten.
Fortlaufender Betrieb während der Bauzeit
Die Bauarbeiten werden bis 2033 andauern, wobei der Main-Donau-Kanal während der gesamten Bauzeit uneingeschränkt in Betrieb bleibt. Erst nach der Fertigstellung des Neubaus wird die alte Schleuse stillgelegt. Dies gewährleistet, dass die wichtige Verkehrsader für die Binnenschifffahrt durchgehend aufrechterhalten bleibt.
Jörg Rösler, Mitglied des Vorstandes der STRABAG SE für das Segment Nord + West, betont die Bedeutung des Projekts: „Der erneute Zuschlag für ein Grossprojekt im Bereich der Wasserstrassen unterstreicht unsere starke Position in diesem strategisch wichtigen Infrastruktursektor.“ Der Ersatzneubau der Schleuse Erlangen wird als ein wichtiger Beitrag zur Modernisierung der europäischen Wasserstrassen angesehen.
Wasserstrassen spielen eine zentrale Rolle für den Transport grosser Warenmengen in Deutschland und Europa. Sie unterstützen die Wirtschaft, indem sie wichtige Industrie- und Handelsregionen miteinander verbinden und die Wettbewerbsfähigkeit fördern. Der Investitionsbedarf in die Ertüchtigung dieser Infrastruktur ist hoch, und mit den Arbeiten an der Schleuse Erlangen und, seit 2024, der nur wenige Kilometer entfernten Schleuse Kriegenbrunn wird ein wesentlicher Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit der Wasserstrasse gesetzt.







