
CargoBeamer übernimmt Terminal in Kaldenkirchen
29.04.2026 um 07:22 Uhr
200 Millionen Dollar für Madagaskars multimodales Netzwerk
29.04.2026 um 09:02 UhrDas Geschäftsjahr 2025 stellte die Hupac Gruppe vor erhebliche Herausforderungen, dennoch konnte das Unternehmen ein positives Gruppenergebnis von 3,5 Mio. CHF erzielen. Dies entspricht einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, als der Gewinn noch bei 9,4 Mio. CHF lag.
Transportvolumen und Umsatzentwicklung
2025 beförderte die Hupac Gruppe rund 975.000 Strassensendungen, was 1.853.000 TEU im Kombinierten Verkehr und im maritimen Hinterlandverkehr entspricht. Diese Zahl stellt eine Steigerung von 4,3% im Vergleich zum Vorjahr dar. Besonders im transalpinen Verkehr durch die Schweiz konnte Hupac das Volumen auf rund 560.000 Sendungen erhöhen. Die Verkehre via Frankreich und Österreich verzeichneten einen Anstieg von 26,9% auf etwa 25.000 Sendungen. Im nicht-transalpinen Verkehr stiegen die Mengen um 2,9% auf knapp 390.000 Sendungen.
Trotz der positiven Volumenentwicklung stieg der Umsatz im Jahr 2025 nur um 3,1% auf 646 Mio. CHF an. Dies ist u.a. auf negative Wechselkursentwicklungen zurückzuführen. Die Kosten für erbrachte Leistungen stiegen stärker als die Erlöse, was zu einem leichten Rückgang der Bruttogewinnmarge auf 21,6% führte. Die EBIT-Marge lag bei 1,9%.
Strategische Initiativen und Marktposition
Hupac hat im vergangenen Jahr strategische Initiativen gestartet, um die Position in den Kernmärkten zu stärken. Mit dem Konzept RadicalShift2Rail reagiert das Unternehmen auf die zunehmenden Verspätungen im Schienennetz, indem Verkehrsströme auf leistungsfähige Terminals gebündelt werden. Ab Ende 2025 wurden neue Verbindungen zwischen Köln Nord und Busto Arsizio sowie Ludwigshafen und Busto Arsizio eingeführt. Diese Initiativen zeigen bereits nach einem Quartal positive Entwicklungen in Bezug auf Pünktlichkeit und Resilienz.
Im Shuttle Net Business Unit konnte Hupac Anfang 2026 durch neue Produkte wie Duisburg-Novara und die Stärkung der Verbindung Basel-Busto Arsizio Marktanteile gewinnen. Diese Massnahmen zielen darauf ab, Verkehre von der Ende 2025 eingestellten „Rollenden Landstrasse“ auf den unbegleiteten Kombinierten Verkehr zu verlagern.
Herausforderungen im Alpentransit
Ein zentrales Anliegen von Hupac ist die Entwicklung des Kombinierten Verkehrs im Alpentransit durch die Schweiz. Im Jahr 2025 erreichte das Unternehmen mit rund 560.000 Strassensendungen eine Steigerung von etwa 24.000 Sendungen. Dennoch zeigt sich ein negativer Trend: Seit 2022 ging das Volumen des alpenquerenden Kombinierten Verkehrs um 11% zurück, während der Strassentransport um 4% zulegte. Die Hauptursache für diese Entwicklung wird in der Erneuerung der Schieneninfrastruktur gesehen.
Hupac plant, mit innovativen Transportkonzepten und einer vertieften Zusammenarbeit mit Eisenbahnverkehrsunternehmen und Infrastrukturbetreibern dem negativen Verlagerungstrend entgegenzuwirken. Ab 2029 werden die grossen Baustellen auf dem Rhein-Alpen-Korridor abgeschlossen sein, was neue Wachstumschancen verspricht.
Politische Rahmenbedingungen und Investitionen
Die Hupac Gruppe sieht die Notwendigkeit verlässlicher politischer Rahmenbedingungen. Das Schweizer Parlament hat im Frühling 2026 beschlossen, die Betriebsbeiträge für den alpenquerenden Kombinierten Verkehr bis 2030 zu verlängern. Diese Entscheidung schafft Planungssicherheit und fördert notwendige Investitionen in der intermodalen Kette.
Hupac investiert gezielt in die Zukunft, unter anderem in neue Terminalinfrastrukturen in Piacenza und Milano Smistamento. Zudem wurde Anfang 2026 der Terminal Barcelona Combiconnect in Betrieb genommen, um die Iberische Halbinsel an das europäische Intermodalnetz anzubinden.
Ausblick auf 2026 und darüber hinaus
Die geopolitische Situation und der Konflikt im Nahen Osten beeinflussen die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2026. Hupac zeigt sich zurückhaltend hinsichtlich des kurzfristigen Wachstumspotenzials, da die Rahmenbedingungen für den Kombinierten Verkehr herausfordernd bleiben dürften. Dennoch wird ab 2029 mit einer deutlichen Verbesserung im Kernmarkt gerechnet.






