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12.03.2026 um 14:13 UhrEine neue Studie für die European Maritime Safety Agency (Emsa) kommt zu dem Schluss, dass wasserstoffbetriebene Schiffe designbasierte Sicherheitskonzepte und stärkere technische Barrieren benötigen, um potenzielle Explosionsrisiken zu beherrschen.
DNV, ein unabhängiges norwegisches Unternehmen für Risikomanagement und Qualitätssicherung, hat eine mehrjährige, von Emsa in Auftrag gegebene Studie abgeschlossen und ein unverbindliches Leitliniendokument zur Sicherheit von Wasserstoff als Schiffskraftstoff erstellt. Die Analyse zeigt, dass Schiffe mit Wasserstoffantrieb auf designbasierte Sicherheitsansätze und zusätzliche Schutzmassnahmen angewiesen sind. Wasserstoff kann rasch entzündliche Gaswolken bilden und besitzt eine sehr niedrige Zündenergie, was das Explosionsrisiko erhöht.
Designlösungen zur Risikoreduzierung
Linda Hammer (Foto), Fach-Gutachterin bei DNV und Hauptautorin des Berichts, erklärte: «Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Sicherheit von wasserstoffbetriebenen Schiffen auf einer ersten Reaktion basieren muss, die eine robuste Eindämmung, sekundäre Einhausungen und automatisierte Schutzsysteme umfasst. Dies spiegelt sowohl die Geschwindigkeit wider, mit der sich Wasserstoffvorfälle verschärfen können, als auch die begrenzten Möglichkeiten zur Erkennung und Reaktion nach einer Freisetzung, insbesondere im komplexen maritimen Umfeld.»
Der Bericht empfiehlt, dass Wasserstoffsysteme an Bord sekundäre Einhausungen für alle kraftstoffführenden Komponenten erhalten, einschliesslich Installationen auf offenen Decks. Diese Barrieren sollen die Auswirkungen möglicher Leckagen begrenzen und den sicheren Betrieb unterstützen.
Die Forschenden weisen zudem auf arbeitsbezogene Risiken für Besatzungen hin. Die hohe Entzündlichkeit von Wasserstoff und die sehr niedrigen Lagertemperaturen seines verflüssigten Zustands schaffen neue Gefahren. Seeleute benötigen daher spezielle Schulungen, um Risiken zu erkennen und auf Zwischenfälle reagieren zu können. Klare Verfahren und robuste Sicherheitsmanagementsysteme bleiben entscheidend.
Die Studie betont, dass technische Eindämmung, automatisierte Schutzsysteme und strukturiertes Sicherheitsmanagement zusammenwirken müssen, um Risiken zu reduzieren, während Wasserstofftechnologien schrittweise in der maritimen Transportbranche eingeführt werden.






