
Hafen Tarragona erhält PERS-Zertifizierung
06.07.2026 um 07:07 Uhr
RFS: Luftfrachtbranche in Deutschland fordert Lösungen
06.07.2026 um 08:08 UhrDie weltweiten Luftfrachtzahlen sind im Juni 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 9% gestiegen, während die Spotpreise leicht nachgaben. Dies geht aus den aktuellen Daten von WorldACD Market Data hervor. Trotz eines Rückgangs von 2% in der letzten vollen Juni-Woche im Vergleich zur Vorwoche bleibt das Gesamtvolumen für das zweite Quartal um 6% höher als im Vorjahr.
Wachstum der Luftfrachtmärkte
Die Zunahme der Luftfrachttonnagen im Juni wurde von den meisten wichtigen Herkunftsregionen getragen. Die Region Naher Osten & Südasien verzeichnete einen Anstieg von 11%, was teilweise auf das Fest Eid al-Adha zurückzuführen ist, das in diesem Jahr im Mai gefeiert wurde. Auch die Regionen Asien-Pazifik und Nordamerika trugen mit Zuwächsen von 10% bzw. 9% zur positiven Entwicklung bei. Europa und Zentral- sowie Südamerika verzeichneten ebenfalls ein Wachstum von jeweils 7%. Im Gegensatz dazu war das Wachstum in Afrika mit nur 1% eher moderat.
Preisentwicklung im Luftfrachtsektor
Die Luftfrachtpreise blieben im Juni hoch, trotz der Rückkehr von Kapazitäten in die Märkte des Nahen Ostens. Die durchschnittlichen Marktpreise lagen im Juni um 33% über dem Niveau des Vorjahres. Die durchschnittlichen Spotpreise betrugen 3,71 USD/kg und blieben im Vergleich zum Vormonat stabil. Im Jahresvergleich verringerte sich der Anstieg von 49% im Mai auf 43% im Juni. Die Zuwächse wurden vor allem durch die Regionen Naher Osten & Afrika sowie Asien-Pazifik angetrieben.
Die relative Stabilität der Situation zwischen den USA und Iran hat zu einem Rückgang der Kerosinpreise geführt, die in der Woche bis zum 26. Juni um 2% auf unter 117 USD pro Barrel fielen. Dies könnte in den kommenden Wochen zu einer weiteren Senkung der Luftfrachtpreise führen, da verschiedene Fluggesellschaften angekündigt haben, ihre Treibstoffzuschläge ab dem 1. Juli zu reduzieren.
Kapazitätsentwicklung und Marktreaktionen
Die Stabilität der Luftfrachtkapazitäten in den letzten Wochen wurde durch die relative Ruhe in der US-Iran-Situation unterstützt. Im Vergleich der letzten zwei Wochen mit den beiden Wochen davor stieg die weltweite Luftfrachtkapazität um 3%, wobei die Region Naher Osten & Südasien mit 5% den grössten Anstieg verzeichnete. Dies führt dazu, dass die Kapazität im Jahresvergleich um 3% höher ist.
Im Gegensatz zu den Vorjahren gab es vor der Änderung der EU-De-minimis-Regeln am 1. Juli wenig Anzeichen für eine Vorverlagerung von Luftfracht. Die Luftfrachtvolumina aus China und Hongkong nach Europa fielen in der letzten Juni-Woche um 8% bzw. 9%. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Branche aus den Erfahrungen des Vorjahres gelernt hat, als die US-De-minimis-Ausnahmen aufgehoben wurden.
Die durchschnittlichen Spotpreise für den Luftfrachtverkehr von Asien-Pazifik nach Europa sanken leicht um 2% auf 5,26 USD/kg, bleiben jedoch im Jahresvergleich um 38% höher.







