
SAS: grösste Investition in der Unternehmensgeschichte
01.07.2026 um 09:29 Uhr
tmw Logistics AG trauert um Gründer Herbert Wunderli
01.07.2026 um 09:48 UhrDie Herausforderungen im Transportsektor nehmen zu, da der globale Fahrermangel sich weiter verschärft. Ein aktueller Bericht der International Road Transport Union (IRU) zeigt, dass die Rekrutierung von Lkw-Fahrpersonal in vielen Märkten zunehmend problematisch wird. Die Studie identifiziert 2,9 Millionen unbesetzte Stellen in 18 untersuchten Märkten, was gemäss der IRU etwa 11 % der gesamten Belegschaft im Transportwesen entspricht.
Demografische Veränderungen als Hauptursache
In Europa ist die Situation laut dem Bericht besonders angespannt: Hier wird geschätzt, dass rund 502.000 Lkw-Fahrerstellen unbesetzt sind, was einer Mangelquote von 13 % entspricht. Etwa 20 % der europäischen Fahrer und 24 % der australischen Fahrer gehen in den nächsten fünf Jahren in Ruhestand. Dies stellt für 65 % der europäischen Betreibenden das drängendste Problem dar. Die Studie hebt hervor, dass der Fahrermangel nicht mehr nur ein kurzfristiges Phänomen ist, sondern durch langfristige demografische Veränderungen, wie die alternde Belegschaft, verstärkt wird.
Zusätzlich zu den demografischen Herausforderungen sind gemäss der IRU auch strukturelle Probleme in Ländern wie Mexiko und Brasilien zu beobachten. Hier würden unzureichende Ausbildungsmöglichkeiten und Arbeitskräfteengpässe zu einem anhaltenden Mangel an Fahrpersonal führen. In Usbekistan und China hingegen wachse die Nachfrage nach Fracht schneller als das Angebot an verfügbarem Fahrpersonal. Ein weiterer Faktor, der zur Verschärfung des Fahrpersonalmangels beiträgt, sind laut dem Bericht die veränderten Erwartungen der Arbeitnehmenden. Die IRU-Studie weist ausserdem darauf hin, dass Frauen nur 4 % des Lkw-Fahrpersonals in Europa ausmachen.







