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22.06.2026 um 08:49 UhrKris Vedat, CEO des maritimen Technologieunternehmens SmartSea, warnt vor einer wachsenden Diskrepanz zwischen der rasanten Entwicklung digitaler Technologien und der Ausbildung von Seeleuten. Während die maritime Branche zunehmend auf Künstliche Intelligenz (KI) setzt, bleibe die Schulung der Besatzungen in Bezug auf Cyberrisiken und digitale Kompetenzen hinter den technologischen Fortschritten zurück, so der CEO in einer Mitteilung des Unternehmens.
SmartSea hat einen Anstieg von Phishing-Versuchen und anderen verdächtigen digitalen Aktivitäten festgestellt, die sich gegen maritime Organisationen richten. Cyberkriminelle nutzen KI, um ihre Angriffe effektiver und schwerer erkennbar zu gestalten. In diesem Kontext fordert das Unternehmen, dass die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) Cyberbewusstsein als zentrale Priorität in den Gesprächen zur Internationalen Konvention über die Normen für die Ausbildung, die Erteilung von Befähigungszeugnissen und den Wachdienst der Seeleute (STCW) verankert. Ziel sei es, eine globale Grundlage für Cyberkompetenz unter Seeleuten zu schaffen.
Wachsende Cyberrisiken in der Schifffahrt
Mit der zunehmenden Vernetzung von Schiffen und der Abhängigkeit von digitalen Systemen sind Seeleute gemäss SmartSea einem höheren Risiko von Cyberangriffen ausgesetzt. Diese Angriffe können nicht nur die Navigation und Kommunikation beeinträchtigen, sondern auch die Betriebstechnologie und das Wohlergehen der Besatzung gefährden. Trotz dieser Gefahren bleibe das Bewusstsein für Cyberrisiken und die digitale Resilienz in der verpflichtenden Ausbildung, die Seeleute zu Beginn ihrer Karriere erhalten, weitgehend unzureichend.







