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12.06.2026 um 12:31 UhrDie Hafenbehörde Rotterdam, der Bauunternehmer Necron Group mit Hauptsitz in Zug (Schweiz) und die PTP Group haben eine Vereinbarung zur Entwicklung von 38 ha logistischer Infrastruktur im Europoort unterzeichnet. Diese Infrastruktur wird für die Lagerung und den Umschlag von gekühlten und gefrorenen Agrarprodukten genutzt und umfasst u.a. eine neue Kaianlage, verschiedene Lagerhäuser und Terminaleinrichtungen. Zudem wird eine eigene Energieversorgung eingerichtet. Mit diesem Ausbau beabsichtigt Rotterdam, seine Rolle als europäisches Drehkreuz für diese Warenströme zu stärken.
Das Projekt ist Teil der fortlaufenden Entwicklung des Rotterdam Food Hub, der als logistisches Zentrum für die Agrar- und Lebensmittelbranche fungiert. Die Hafenbehörde plant den Bau einer über 500 m langen Kaianlage. Darüber hinaus wird ein Wellenbrecher errichtet, um die Liegeplätze vor Seewellen und vorbeifahrenden Schiffen zu schützen.
Boudewijn Siemons, CEO der Hafenbehörde Rotterdam, betont die Bedeutung des Projekts:
„An diesem strategischen Standort vereinen wir Logistik, Lagerung und Infrastruktur, was es unseren Kunden ermöglicht, ihre Fracht schneller und nachhaltiger zu bearbeiten. Mit dieser Entwicklung machen wir einen wichtigen Schritt zur weiteren Stärkung unserer Position als führender Agrar- und Lebensmittelhafen in Europa.“
Details zur Infrastruktur und den beteiligten Unternehmen
Das Vorhaben umfasst vier Grundstücke. Die Necron Group wird in mehreren Phasen zwei Kühl- und Tiefkühllager – Necron Food Park I & II – auf zwei der Grundstücke errichten, mit einer Gesamtfläche von etwa 145.000 m². Diese Einrichtungen sind für Betreiber von Kühlhäusern konzipiert und sollen der wachsenden Nachfrage nach effizienten und skalierbaren Lösungen in der Kühlkette in Europa gerecht werden.
Ein weiterer Bestandteil des Plans ist der Bau eines Energiezentrums durch die Necron Group auf dem dritten Grundstück im südlichen Bereich des Rotterdam Food Hub. Dieses wird die Terminals und Kühlhäuser von Anfang an mit Strom versorgen, sodass sie sofort in Betrieb genommen werden können.
Gerard van Liempt, CEO der Necron Group, erklärt:
„Mit dieser Entwicklung schaffen wir logistische Immobilien für die Lagerung und den Umschlag von gekühlten Produkten, kombiniert mit unserer eigenen Energieversorgung. Auf Basis unserer Erfahrung mit Projekten im Bereich Lebensmittel und Kühlkette können wir sofort großflächige und effiziente Abläufe an diesem Standort ermöglichen.“
Logistikdienstleister PTP Group wird auf dem vierten Grundstück entlang des Calandkanals ein Terminal mit einer Fläche von 73.000 m² entwickeln. Dieser Terminal wird über drei Liegeplätze für Hochsee- und Binnenschiffe verfügen sowie über einen Wartebereich und die notwendigen logistischen und infrastrukturellen Einrichtungen, um den effizienten, wasserbasierten Umschlag von Warenströmen zu gewährleisten. Der Terminal ist u.a. darauf ausgelegt, die Kühlhäuser zu bedienen und zusätzliche Fracht zu bearbeiten, wodurch der multimodale Zugang zur Region verbessert wird. Zudem wird PTP einer der Mieter der Kühl- und Tiefkühllager der Necron Group.
Guillermo Misiano, CEO der PTP Group, hebt die betriebliche Bedeutung der Entwicklung hervor:
„Mit diesem Terminal stärken wir unsere Position als Hafen- und Logistikdienstleister in Europa. Wir schaffen eine direkte Verbindung zwischen Kai, Lagerung und Transport. Dies ermöglicht eine verstärkte Nutzung des maritimen und Binnenschiffsverkehrs und verkürzt die Bearbeitungszeiten für Agrar- und Lebensmittelströme.“
In den kommenden Monaten werden die beteiligten Parteien die technischen Details finalisieren und die erforderlichen Genehmigungen beantragen. Die endgültigen Investitionsentscheidungen der Necron Group, der PTP Group und der Hafenbehörde Rotterdam werden voraussichtlich Anfang 2027 getroffen.







