
Logistikbranche stärkt Automobilforschung in EU
02.04.2026 um 08:23 Uhr
Güterwagen mit US-Flagge vorgestellt
02.04.2026 um 08:51 UhrDer TT Club, ein führender globaler Versicherer für Transport und Logistik, und BSI Consulting, ein Berater für strategisches Risikomanagement in der Lieferkette, beleuchten in einem Bericht die zunehmende Bedrohung durch Frachtkriminalität in der Benelux-Region, eines zentralen Knotenpunkts für internationale Logistik, der die beiden verkehrsreichsten Häfen Europas beherbergt, Rotterdam und Antwerpen-Brügge.
Der 2026 Freight Crime Report zeigt auf, dass Kriminelle zunehmend fortschrittliche Taktiken einsetzen, darunter KI-generierte Identifikationen, gefälschte Dokumente und Betrug mit falschen Transporteuren, um in Lieferketten einzudringen. Weltweit sind 76% der Frachtdiebstähle mit Lkw verbunden, wobei 21% auf Entführungen und 20% auf den Diebstahl ganzer Fahrzeuge entfallen.
Der Bericht hebt hervor, wie organisierte Verbrechergruppen Technologie nutzen, um Schwächen in Logistikoperationen zu identifizieren. KI-gestützte Deepfake-Identitäten und automatisierte Phishing-Kampagnen ermöglichen es Kriminellen, sich als legitime Transportdienstleister auszugeben, während Insider-Kollusion entscheidende Informationen über Routen und Sicherheitsprotokolle liefert.
Wachsende Bedrohung durch strategische Diebstähle
Traditionelle Diebstähle aus ungesicherten Anhängern bleiben zwar verbreitet, jedoch zeigt die Forschung einen besorgniserregenden Trend hin zu strategisch geplanten Operationen. Betrug mit falschen Transporteuren hat sich als besonders drängendes Problem herausgestellt, da Kriminelle Frachtbörsen und Subunternehmerverträge ausnutzen, um sich in Lieferketten einzuschleusen.
Der Hafen von Antwerpen-Brügge und der Hafen von Rotterdam werden als Hauptschwerpunkte für diese Arten von Verbrechen identifiziert. Auf Autobahnen wie der E19, E17, A67 und A2 sind erhöhte Diebstahlraten zu verzeichnen, insbesondere an ungesicherten Raststätten.
Der Bericht hebt auch erfolgreiche Interventionen hervor, darunter das Programm Transport Facilitated Organised Crime (TFOC) der Niederlande, das durch den Austausch von Informationen zwischen Strafverfolgungsbehörden und der Privatwirtschaft über 250 Beschlagnahmungen erreicht hat.
Josh Finch, Logistics Risk Manager beim TT Club, erklärte: „Die Raffinesse der Frachtkriminalität im Benelux hat ein beispielloses Niveau erreicht. Kriminelle sind nicht mehr nur opportunistische Diebe – sie sind organisierte Netzwerke, die modernste Technologie nutzen, um legitime Unternehmen zu täuschen. Unser Bericht bietet Logistikbetreibern die notwendigen Informationen und praktischen Maßnahmen, um ihre Abläufe zu schützen und Schwachstellen zu schliessen, bevor Kriminelle sie ausnutzen können.“
Der Bericht schliesst mit umfassenden Sicherheitsmassnahmen, darunter eine gründliche Überprüfung von Transportpartnern, die Einschränkung der Nutzung von Frachtbörsen, die Implementierung von sieben Punkten zur Containerinspektion und die Gewährleistung einer robusten Kommunikation zwischen allen Beteiligten der Lieferkette.






