
Bilbao PortLab präsentiert Innovationsprojekte
10.02.2026 um 12:05 Uhr
Partnerschaft für Rotorsegelinstallation
10.02.2026 um 12:20 UhrDer US-Branchenverband Airforwarders Association (AfA) hat die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter seinen Mitgliedern veröffentlicht, die auf eine signifikante Beeinträchtigung des Versandvolumens aufgrund von Importzöllen in den Vereinigten Staaten hinweisen. Laut der Umfrage gaben 83% der Befragten an, dass ihre Kunden aufgrund dieser Zölle weniger Versandaufträge erteilten.
Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer berichtete, dass die Zölle Anpassungen in den Lieferketten und Versandrouten ihrer Kunden erforderlich machten. Fast die Hälfte der Befragten stellte zudem fest, dass die operationalen Kosten und der administrative Aufwand gestiegen seien. Weitere Herausforderungen, die die Auswirkungen der Zölle verstärkten, seien Zollverzögerungen, Überlastungen an Flughäfen, reduzierte Flugpläne sowie inkonsistente Sicherheits- und Dokumentationsprozesse.
AfA-Geschäftsführer Brandon Fried (Foto) kommentierte die Umfrageergebnisse: „Das vergangene Jahr war geprägt von Instabilität, mit sich ändernden Handelsrichtlinien, neuen Zöllen und wechselnden Sicherheits- und Compliance-Anforderungen, was es für Spediteure und ihre Kunden schwierig machte, mit Zuversicht zu planen.“ Er betonte die Notwendigkeit stabiler und vorhersehbarer politischer Rahmenbedingungen, um Unternehmen die Sicherheit zu geben, in ihre Kapazitäten zu investieren und langfristige Entscheidungen in der Lieferkette zu treffen.
Die AfA plant, die Ergebnisse der Umfrage in ihrer Lobbyarbeit in Washington D.C. sowie im Austausch mit Branchenvertretern zu nutzen. TIACA-Generaldirektor Glyn Hughes äusserte sich ebenfalls zu den Umfrageergebnissen und stellte fest, dass die gegenwärtige Handelspolitik der USA zu einem Rückgang der Produkte und Lieferketten führe. „Die Nutzung von Zöllen als Druckmittel gegen Länder, die sich nicht an die aktuellen Positionen der USA anpassen, hat Schmerzen und Unsicherheit verursacht“, so Hughes.
Diese Entwicklungen stehen im Kontext der bevorstehenden AirCargo Conference, die von der AfA ausgerichtet wird und mehr als 1.000 Spediteure, Fluggesellschaften, Flughäfen, Regulierungsbehörden und Logistikanbieter aus dem Luftfrachtsektor zusammenbringt. Die Veranstaltung findet vom 15. bis 17. Februar im Omni Champions Gate in Orlando statt.
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Zölle nicht nur direkte Kosten verursachen, sondern auch die Komplexität und Unsicherheit im internationalen Handel erhöhen. Die Mitglieder der AfA berichteten von einem Anstieg der Arbeitsbelastung und der Notwendigkeit, Technologien zu investieren, um den Herausforderungen zu begegnen. Ein Mitglied kommentierte: „Die Zölle haben die bereits bestehenden Spannungen im grenzüberschreitenden Handel verstärkt. Der direkte Kostenimpact ist erheblich, aber die grössere Belastung ist die Volatilität und Komplexität.“







