Intermodaler Frachttransport im Aufschwung
03.02.2026 um 10:38 UhrNeue Frachtverbindung von Fly Khiva
03.02.2026 um 15:24 UhrEin alarmierender Anstieg von Frachtdiebstahl und Frachtbetrug in globalen Lieferketten wird von der International Union of Marine Insurance (IUMI) und der Transported Asset Protection Association (TAPA) EMEA festgestellt. Die Vorfälle nehmen in Europa, Amerika und Afrika zu, wobei Lateinamerika und mehrere afrikanische Länder besonders von schweren und gewalttätigen Angriffen betroffen sind. Laut TAPA wurden zwischen 2022 und 2024 nahezu 160.000 Straftaten in 129 Ländern registriert, die in Zusammenhang mit dem Frachtsektor stehen. Die geschätzten Gesamtverluste belaufen sich auf mehrere Milliarden Euro.
Wachsende Komplexität der Frachtkriminalität
Während Bedrohungen wie Entführungen und Diebstahl weiterhin bestehen, warnen IUMI und TAPA EMEA, dass Frachtkriminalität zunehmend differenzierter und durch digitale Technologien unterstützt wird. Thorsten Neumann (abgebildet), Präsident und CEO von TAPA EMEA, betont: „Obwohl konventionelle Diebstähle aus Lastwagen und Lagern weiterhin weit verbreitet sind, entwickelt sich die Frachtkriminalität weiter. Wir sehen, wie Kriminelle digitale Werkzeuge nutzen, um ihre wahren Identitäten zu verbergen, die Gründung von Briefkastenfirmen und legitimen Firmen mit gestohlenen Zugangsdaten geklont werden.“
Angesichts dieser wachsenden Risiken fordern IUMI und TAPA EMEA Massnahmen von Akteuren in der Lieferkette sowie von Regierungsbehörden. Die Organisationen haben gemeinsam Empfehlungen veröffentlicht, die sich an Versender, Logistikdienstleister und Versicherer richten. Diese Empfehlungen zielen darauf ab, die Widerstandsfähigkeit gegen Bedrohungen zu stärken. Zu den vorgeschlagenen Massnahmen gehören unter anderem eine kontinuierliche Überprüfung von Anbietern und Fahrern, die Überprüfung von Kontakten, Unterlagen und Versicherungsnachweisen sowie die Einhaltung von Sicherheits- und Betriebsstandards.







