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09.04.2026 um 06:54 UhrDas ICC International Maritime Bureau (IMB) hat einen signifikanten Rückgang der globalen Piraterie und bewaffneten Raubüberfälle auf See im ersten Quartal 2026 festgestellt. Mit nur 16 gemeldeten Vorfällen weltweit ist dies die niedrigste Zahl für das erste Quartal seit 1991. Diese Entwicklung wird als Ergebnis nachhaltiger Kooperation und Durchsetzungsmaßnahmen gewertet, dennoch bleibt die Sicherheit der Besatzungen ein zentrales Anliegen.
Rückgang der Vorfälle und anhaltende Risiken
Im Zeitraum von Januar bis März 2026 wurden 16 Vorfälle registriert, im Vergleich zu 45 im ersten Quartal 2025 und 33 im gleichen Zeitraum 2024. Zu den Vorfällen zählten 14 Enterungen von Schiffen, ein Entführungsversuch sowie ein erfolgreicher Übergriff. In den meisten Fällen gelang es den Tätern, Zugang zu den Schiffen zu erhalten, wobei in 94% der Vorfälle erfolgreiche Boardungen verzeichnet wurden. Trotz des signifikanten Rückgangs der Gesamtzahl an Vorfällen sind die Risiken für die Besatzungen nicht verschwunden.
John W.H. Denton AO, Generalsekretär des ICC, betont: „Der Grossteil des Welthandels erfolgt über See. Die Sicherheit der wichtigsten Handelsrouten ist daher nicht nur ein maritimes, sondern auch ein Vertrauensproblem für die globale Wirtschaft.“ Michael Howlett, Direktor des IMB, ergänzt: „Es ist positiv zu sehen, dass die gemeldeten Vorfälle von Piraterie und bewaffnetem Raub auf See auf die niedrigsten Werte seit 1991 gefallen sind. Dies belegt die positiven Effekte zeitnaher Meldungen und nachhaltiger Kooperation, jedoch bleibt eine kontinuierliche Wachsamkeit unerlässlich, um die Sicherheit der Seefahrer und der Schifffahrtsrouten zu gewährleisten.“
Regionale Entwicklungen und spezifische Vorfälle
Die Strasse von Singapur verzeichnete mit acht Vorfällen die höchste Konzentration weltweit, was jedoch einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu 31 Vorfällen im Vorjahreszeitraum darstellt. Die meisten dieser Vorfälle wurden als niedrigschwellig und opportunistisch eingestuft, wobei in sechs Fällen Waffen gemeldet wurden. In zwei separaten Vorfällen wurde ein Besatzungsmitglied entführt und ein weiteres verletzt. Alle betroffenen Schiffe, darunter zwei Massengutfrachter mit über 150.000 DWT, wurden erfolgreich geboardet.
Im Gegensatz dazu gab es in den Philippinen vier Vorfälle, die im Vergleich zu null Vorfällen im gleichen Zeitraum 2025 einen Anstieg darstellen. Zwei Vorfälle ereigneten sich im Ankerbereich von Manila und zwei im Ankerbereich von Bauan in der Batangas-Bucht, wobei ein Besatzungsmitglied entführt wurde. Das IMB fordert eine enge Zusammenarbeit zwischen regionalen Behörden und der Schifffahrtsindustrie, um die Sicherheit der Besatzungen in diesen Gewässern zu verbessern.
Im Bereich der somalischen Piraterie wurden zwei Vorfälle gemeldet – ein Übergriff und eine erfolgreiche Entführung.
Vigilanz im Golf von Guinea und Bedeutung der Meldung
Im Golf von Guinea wurde ein Diebstahl im Ankerbereich von Takoradi in Ghana gemeldet, was eine willkommene Entspannung darstellt. Trotz des Rückgangs der Vorfälle betont das IMB die Notwendigkeit einer fortwährenden Wachsamkeit und nachhaltigen Kooperation, um die Sicherheit der Seefahrer und den Schutz des Handels in diesen Gewässern zu gewährleisten.
Das IMB hebt erneut die Bedeutung zeitnaher Meldungen an das IMB Piracy Reporting Centre (PRC) hervor. Schnelle Meldungen ermöglichen rasche Reaktionen, helfen, weitere Vorfälle zu verhindern, und verbessern die Sicherheit für in der Nähe operierende Schiffe. Das IMB PRC fungiert als 24-Stunden-Kontaktstelle, die kostenlosen Support für bedrohte Schiffe bietet und transparente, zuverlässige Daten für die maritime Industrie, Behörden und Regierungen weltweit bereitstellt.






