
CPaT Global und 21 Air kooperieren
07.04.2026 um 07:53 Uhr
Neue Schifffahrtsverbindung zwischen Japan & Philippinen
07.04.2026 um 08:37 UhrDer maritime Crew-Dienstleister Vikand fordert anlässlich des Weltgesundheitstags (7. April) eine Neubewertung der Leistungskennzahlen in der Schifffahrtsbranche. Das Unternehmen, das sich auf maritime Gesundheitsversorgung spezialisiert hat, plädiert dafür, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Besatzungen als zentrale Kennzahl (KPI) zu betrachten.
Gesundheitskennzahlen als Grundlage für Verbesserungen
Die Integration von Gesundheitsdaten in die KPI-Frameworks ermöglicht es Reedereien, die Gesundheit der Besatzungen proaktiv zu überwachen und zu verbessern. Durch die Erfassung von Wohlbefindensindikatoren können Unternehmen wertvolle Erkenntnisse gewinnen, die dazu beitragen, Krankheiten, Verletzungen sowie Notfallabsetzungen und Rückführungen zu reduzieren. Dies fördert sowohl die Sicherheit als auch die betriebliche Kontinuität.
Die Verwendung von Gesundheits-KPIs erlaubt es Betreibern, Risiken frühzeitig zu erkennen und Massnahmen zu ergreifen, bevor diese eskalieren. Daten aus Partnerschaften von Vikand zeigen, wie dieser Ansatz zu signifikanten Verbesserungen in Bezug auf Sicherheit und Betriebseffizienz führt. Ohne eine systematische Messung gibt es jedoch keine solide Grundlage für nachhaltige Verbesserungen. Klare und konsistente Gesundheitskennzahlen sind entscheidend, um Risiken zu identifizieren, Trends zu verfolgen und gezielte Interventionen zu steuern, die messbare Ergebnisse liefern.
Ein Beispiel aus einem Programm von Vikand, OneHealth, zeigt, dass innerhalb einer Flotte eine höhere Rate an Augen- und Handverletzungen festgestellt wurde, was auf Lücken in der Einhaltung von Vorschriften zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA) hinwies. In Reaktion darauf wurden die PSA-Protokolle verstärkt und gezielte Sicherheitsbriefings eingeführt, was zu einer Reduzierung von vermeidbaren Verletzungen und Betriebsunterbrechungen führte.
Dringlichkeit der Gesundheitsförderung für Besatzungen
Vikand hat in seinen Kooperationen festgestellt, dass eine hohe Verletzungsrate, selbst bei niedrigen Absetzungen, das Wohlbefinden, die Moral und die Produktivität der Besatzungen beeinträchtigt. Daher ist eine kontinuierliche Aufmerksamkeit erforderlich, um diese zugrunde liegenden Probleme frühzeitig zu identifizieren und anzugehen. Aktuelle Daten verdeutlichen die Dringlichkeit, das Wohlergehen der Besatzungen zu priorisieren. Der Gard Crew Claims Report 2025 zeigt einen Anstieg der Todesfälle unter Seeleuten um 25% zwischen 2022 und 2024 im Vergleich zu den Jahren 2019 bis 2021, während die Suizide im Jahr 2024 die tödlichen Vorfälle überstiegen.
Häufige Erkrankungen umfassen Müdigkeit, Herz-Kreislauf- und Magen-Darm-Probleme, muskuläre Belastungen sowie psychischen Stress, oft bedingt durch unregelmässige Arbeitszeiten und anspruchsvolle Bedingungen an Bord. Jüngere Besatzungsmitglieder sind besonders anfällig, was die Notwendigkeit proaktiver Unterstützungssysteme unterstreicht.
Globale Studien belegen den operativen Wert des Wohlbefindens. Eine Untersuchung von über 13.000 Seeleuten aus 154 Nationalitäten und 44 Unternehmen hat starke Zusammenhänge zwischen Wohlbefinden, Zufriedenheit und den Bedingungen an Bord festgestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Priorisierung des Wohlbefindens sowohl die Mitarbeiterbindung als auch die Sicherheit verbessert.
Das Weltwirtschaftsforum hebt gemeinsam mit WTW die Bedeutung der Messung von Humankapital als strategischem Asset hervor. Der Fokus sollte sich von der Betrachtung der Mitarbeiter als Kostenfaktor hin zur Anerkennung ihres Wertes für Leistung und Resilienz verschieben. Dies ist ein Ansatz, den Vikand seit langem unterstützt.






