
Erste Automobillieferung von Vietnam nach Kasachstan
30.03.2026 um 06:59 Uhr
Neue Bahnverbindungen nach Polen geplant
30.03.2026 um 07:47 UhrDie globalen Luftfrachtpreise haben in der Woche vom 16. bis 22. März 2026 weiter zugenommen, während sich die Marktteilnehmer an die herausfordernden Bedingungen nach den militärischen Angriffen auf den Iran durch die USA und Israel sowie die darauf folgenden Vergeltungsangriffe des Irans anpassen. Laut den neuesten Daten von WorldACD Market Data sanken die weltweiten Tonnagen in Woche 12 um 1% im Vergleich zur Vorwoche, was einem Rückgang von 6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Diese Entwicklung ist auf die anhaltenden Einschränkungen der Luftfrachtkapazität in wichtigen Märkten zurückzuführen.
Preisanstieg trotz stabiler Tonnagen
Die durchschnittlichen globalen Luftfrachtpreise stiegen in Woche 12 um 7% im Vergleich zur Vorwoche auf 2,84 USD pro kg. Zuvor war ein Anstieg von 10% in der Woche 11 und 8% in Woche 10 zu verzeichnen. Auch die Spotpreise erhöhten sich um 6% auf 3,38 USD pro kg, wobei die Märkte im Nahen Osten und in Südasien sowie im asiatisch-pazifischen Raum masgeblich zu diesem Anstieg beitrugen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Spotpreise weltweit um 26% gestiegen, wobei die Preise aus dem Nahen Osten und Südasien um 70% zulegten.
Die grossen Luftfrachtanbieter sehen sich weiterhin erheblichen Kapazitäts- und Betriebsstörungen gegenüber, was die Preisentwicklung beeinflusst. Die Spotpreise aus Afrika, Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum bleiben im Vergleich zur Vorjahreswoche ebenfalls deutlich erhöht.
Kapazitätsentwicklung im Nahen Osten und Südasien
Nach den Angriffen auf den Iran seit dem 28. Februar fiel die Kapazität aus der Region Naher Osten und Südasien in den Wochen 8 bis 10 stark, stabilisierte sich jedoch in den Wochen 11 und 12 mit moderaten Zuwächsen von 6% bzw. 2%. Im Vergleich zu den entsprechenden Wochen des Vorjahres war die Kapazität aus der MESA-Region in den Wochen 11 und 12 um 37% gesunken. Die Kapazität aus dem Golfraum zeigte ebenfalls leichte Zuwächse, blieb jedoch um 20 % unter dem Niveau vor den Angriffen. Im Gegensatz dazu hat sich die Kapazität aus Südasien nahezu auf das Niveau vor dem Konflikt erholt.
Die Spotpreise aus der MESA-Region stiegen in Woche 12 um 8% im Vergleich zur Vorwoche, wobei die grössten Anstiege in den Transporten nach Afrika und innerhalb der Region zu verzeichnen waren. Die operationalen Einschränkungen führen dazu, dass die meisten europäischen und nordamerikanischen Anbieter derzeit nicht zu und von den Golfmärkten operieren.
Steigende Nachfrage aus dem asiatisch-pazifischen Raum
Die Spotpreise aus dem asiatisch-pazifischen Raum nach Europa stiegen in Woche 12 um 8% und überstiegen im Durchschnitt 5 USD pro kg. Dies stellt einen Anstieg von 26% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dar. Die Nachfrage aus den grossen Luftfrachtmärkten der Region bleibt hoch, während der verfügbare Raum äusserst begrenzt ist.
Trotz eines leichten Anstiegs der Kapazität in Woche 12 um 3% bleibt die Situation komplex. Die steigenden Kosten für Kerosin und die Verfügbarkeit von Treibstoff in einigen Ländern, insbesondere in Teilen Asiens, führen zu weiteren Einschränkungen bei Flügen und Kapazitäten. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Kapazität in Verbindung mit diesen Angebotsproblemen und den steigenden Kosten könnte in naher Zukunft zu weiteren Erhöhungen der Spotpreise führen, selbst wenn es zu keiner weiteren Eskalation des Konflikts im Golfraum kommt.






