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23.03.2026 um 16:06 UhrDie Hafenbehörde Rotterdam erhält einen Kredit in Höhe von 90 Mio. EUR von der Europäischen Investitionsbank (EIB) zur Installation von Landstromanlagen an drei Containerterminals im Hafen von Rotterdam. Dieses Vorhaben wird durch einen Zuschuss der Europäischen Kommission im Rahmen der Connecting Europe Facility (CEF) für alternative Kraftstoffe im Verkehrssektor unterstützt. Ziel ist es, grosse Containerschiffe an das Landstromnetz anzuschliessen, um den Einsatz fossiler Brennstoffe zur Stromerzeugung an Bord zu reduzieren.
Die Finanzierung durch die EIB wird für das Projekt Rotterdam Shore Power verwendet, eine gemeinsame Initiative der Hafenbehörde Rotterdam und des Unternehmens Eneco. Neben der Installation der Landstromversorgung wird Rotterdam Shore Power auch für die Bereitstellung der Netzanschlüsse, Verkabelungen sowie für weitere Bau- und Erdarbeiten verantwortlich sein. Insgesamt sollen acht Kilometer Kai mit Landstrom ausgestattet werden, wobei 35 Anschlussstellen für Seeschiffe eingerichtet werden.
Zusätzlich zum EIB-Kredit ist das Projekt für einen Zuschuss der Europäischen Kommission in Höhe von etwa 70 Mio. EUR im Rahmen der Alternative Fuels Infrastructure Facility (AFIF) der Connecting Europe Facility qualifiziert.
EIB-Vizepräsident Robert de Groot (links) betonte die Bedeutung des Projekts für die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen: „Rotterdam ist Europas wichtigster Hafen und bleibt innovativ, um an der Spitze zu bleiben. Der Anschluss grosser Containerschiffe an Landstrom ist ein wesentlicher Schritt zur Verringerung unserer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Dies kommt nicht nur der Umwelt, der Luftqualität und der öffentlichen Gesundheit zugute, sondern auch unserer Wirtschaft, da es Europa helfen wird, weniger abhängig von Energie aus der Ferne zu werden.“
Die Hafenbehörde Rotterdam verfolgt das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu arbeiten. Vivienne de Leeuw 2.v.r.), Finanzvorstand der Hafenbehörde, erklärte: „Landstrom spielt eine entscheidende Rolle in der Energiewende. Investitionen wie diese sind unerlässlich, um unsere Klimaziele zu erreichen und die Rolle des Hafens als nachhaltigen, zukunftssicheren Container-Hub in Nordwesteuropa zu stärken.“
Cecilia Thorfinn (rechts), kommissarische Leiterin der Vertretung der EU-Kommission in den Niederlanden, wies auf die Notwendigkeit nachhaltiger Transportlösungen hin: „Der aktuelle geopolitische Kontext zwingt Europa, entscheidende Entscheidungen zu treffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und energieunabhängig zu werden. Für den Hafen von Rotterdam, als grösster Hafen Europas, ist nachhaltiger Transport entscheidend für die Aufrechterhaltung der Verbindungen.“
Die Finanzierung durch die EIB, vertreten durch Präsidentin Nadia Calviño (2.v.l.), und der Zuschuss der EU unterstützen direkt die Ambitionen, das europäische Verkehrsnetz mit Infrastruktur für elektrische Mobilität auszustatten. Derzeit sind grosse Containerschiffe noch auf Motoren oder fossile Brennergeneratoren angewiesen, um die elektrischen Systeme an Bord zu versorgen, was nicht nur CO₂-Emissionen verursacht, sondern auch Lärmbelästigung und Partikelemissionen mit sich bringt. Die Inbetriebnahme der Landstromanlagen ist für die zweite Hälfte des Jahres 2028 geplant.





