
TX Logistik: Längster Korridor läuft
19.03.2026 um 11:53 Uhr
Hapag-Lloyd vertieft Zusammenarbeit mit Indien
19.03.2026 um 12:21 UhrDie Hong Kong Association of Freight Forwarding and Logistics (HAFFA) hat in einer aktuellen Mitteilung scharfen Protest gegen die stark gestiegenen Frachtkraftstoffzuschläge (CFS) erhoben. Die Organisation äussert Unzufriedenheit über die massiven Preiserhöhungen, die von mehreren Fluggesellschaften angekündigt wurden, und fordert sofortige Massnahmen der Regierung, um die Situation zu regulieren.
In den letzten Wochen sind die internationalen Ölpreise stark angestiegen, was viele lokale Fluggesellschaften veranlasst hat, die Frachtkraftstoffzuschläge erheblich zu erhöhen. HAFFA berichtet, dass eine grosse Fluggesellschaft die Zuschläge für Langstreckenflüge um mehr als das Vierfache angehoben hat, während die Zuschläge für Kurzstreckenflüge nahezu vervierfacht wurden. Diese Anpassungen stehen in keinem angemessenen Verhältnis zu den gleichzeitig gestiegenen internationalen Rohölpreisen von etwa 30% bis 40%. Laut HAFFA sind die nahezu sofortigen und mehrfachen Anpassungen der Zuschläge nicht mit den tatsächlichen Betriebskosten in Einklang zu bringen.
Gary Lau, Vorsitzender von HAFFA, äusserte sich besorgt über die Auswirkungen dieser Preiserhöhungen: „Diese rücksichtslose Eskalation ist nichts anderes als eine untragbare Belastung für die Frachtführer und wird einen katastrophalen Dominoeffekt auslösen. Die Fluggesellschaften werden wahrscheinlich folgen, was die Gesamtkosten der Logistik außer Kontrolle geraten lässt. Letztendlich werden diese zusätzlichen Kosten direkt an die Endverbraucher weitergegeben, was die Lieferketten destabilisieren und die Wirtschaft Hongkongs gefährden könnte.“
Lau betont die Notwendigkeit für Fluggesellschaften, klare und transparente Erklärungen zur Berechnung und Rechtfertigung der Zuschläge zu liefern. Zudem fordert er die Einrichtung eines öffentlichen Mechanismus, der die Anpassungen an die tatsächlichen Betriebskosten koppelt. Frachtführer haben das Recht, die Grundlagen dieser Gebühren zu verstehen, um ihren Kunden gegenüber angemessen Rechenschaft ablegen zu können. Fehlen fundierte Rechtfertigungen, könnten die Preiserhöhungen als Ausnutzung der Marktsituation interpretiert werden.
Seit 2016 fordert HAFFA die Beibehaltung regulierter CFS-Mechanismen durch die Regierung. Lau weist darauf hin, dass die Zivilluftfahrtbehörde als Regulierungsbehörde über hohe Glaubwürdigkeit verfügt. Diese Forderung sei ein Konsens innerhalb der Branche. Er kritisiert, dass die Regierung trotz mehrerer Konsultationen ab dem 1. Januar 2025 die Liberalisierung der Kraftstoffzuschläge durchsetzen wolle. Angesichts der aktuellen Marktsituation fordert HAFFA die relevanten Regierungsbehörden auf, sofort einzugreifen, die Preiserhöhungen zu untersuchen und die Entscheidung zur Liberalisierung zurückzunehmen.
HAFFA hebt hervor, dass der Logistiksektor eine wichtige Säule der Wirtschaft Hongkongs darstellt und unangemessene Gebührenanpassungen tiefgreifende negative Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft haben können. Die Organisation wird die Entwicklungen weiterhin genau beobachten und schließt nicht aus, weitere Massnahmen zu ergreifen, um die legitimen Rechte der Frachtführer und der Bevölkerung Hongkongs zu verteidigen.





