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17.03.2026 um 17:35 Uhr
Dooley leitet Europa-Vertretung
18.03.2026 um 08:25 UhrDie Zahl der Vorfälle mit Lithium-Ionen-Batterien im Luftfrachtverkehr ist in den letzten fünf Jahren um 40% gestiegen. Dies geht aus einem kürzlich von UL Standards & Engagement (ULSE) veröffentlichten Bericht hervor. Die Zunahme der Vorfälle steht im Zusammenhang mit der steigenden Nachfrage nach batteriebetriebenen Produkten.
Die Erkenntnisse basieren auf Daten aus der Thermal Runaway Incident Program-Datenbank von ULSE sowie auf Interviews und Fokusgruppen, die mit verschiedenen Akteuren der Luftfrachtbranche durchgeführt wurden. Dazu gehören Frachtfluggesellschaften, Regulierungsbehörden, Hersteller, Spediteure und Einzelversender weltweit. Der Bericht beleuchtet die Gründe für die anhaltende Zunahme von thermischen Durchbrennen, die Risiken in der Lieferkette und die fragmentierte Aufsicht, die dazu führt, dass unsichere Sendungen unentdeckt über Grenzen transportiert werden.
Bob McClelland, Leiter für Transportsicherheit bei ULSE, erklärte: „Lithiumbatterien sind ein wesentlicher Bestandteil des modernen Lebens, stellen jedoch auch ein wachsendes und vermeidbares Risiko im Luftfrachtverkehr dar. Der Anstieg der Vorfälle ist nicht zufällig – er spiegelt identifizierbare Lücken in der Batteriequalität, dem Bewusstsein der Versender, der regulatorischen Aufsicht und der Verantwortung in der Lieferkette wider. Diese systemischen Schwächen müssen besser angegangen werden, um diesen besorgniserregenden Trend umzukehren.“
Ursachen, Risiken und Empfehlungen
Der Bericht identifiziert mehrere Schlüsselfaktoren, die zur Zunahme der Vorfälle beitragen. Zum einen sind die Qualität der Batterien und das Verhalten der Versender entscheidende Risikofaktoren. Kleinere Versender verfügen oft nicht über das nötige Fachwissen im Umgang mit Gefahrstoffen und verlassen sich darauf, dass die Transportdienstleister Fehler erkennen. Diese unzureichende Aufsicht und ungleiche Durchsetzung von Vorschriften führen dazu, dass Frachtfluggesellschaften Risiken managen müssen, die sie nicht verursacht haben und oft nicht vollständig erkennen können.
Geografische Unterschiede spielen ebenfalls eine Rolle bei der Risikobewertung. Die Qualität der Herstellung, die regulatorische Aufsicht und die Durchsetzung variieren stark zwischen den Regionen. Mehr als die Hälfte der Vorfälle mit bekanntem Ursprung tritt an einer Handvoll asiatischer Flughäfen auf, was zur Wahrnehmung beiträgt, dass geografische Unterschiede andere Risiken wie die Batteriequalität und das Verhalten der Versender verstärken.
Der Bericht gibt drei zentrale Empfehlungen zur Verbesserung der Sicherheit im Luftfrachtverkehr: Erstens sollte eine klare und durchsetzbare Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette etabliert werden. Zweitens ist es wichtig, die Ausbildung und die globale Koordination der Branche zu stärken, um Unklarheiten zu reduzieren und Fehler zu vermeiden. Drittens sollten Sicherheit und Kosten als miteinander verbundene Prioritäten betrachtet werden, um Lösungen von oben nach unten voranzutreiben.






