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06.03.2026 um 09:05 Uhr
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06.03.2026 um 09:28 UhrSüdafrikas Transportministerin Barbara Creecy (3.v.l.) hat auf dem Aviation Summit 2026 des Board of Airline Representatives of South Africa (BARSA) in Zimbali, KwaZulu-Natal, betont, dass Afrika an einem entscheidenden Punkt in der Gestaltung seiner Luftfahrtzukunft steht. In ihrer Ansprache hob sie hervor, dass die Luftfahrt nicht nur ein Transportmittel ist, sondern auch eine strategische wirtschaftliche Grundlage darstellt, die Handel, Tourismus, Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen auf dem gesamten Kontinent vorantreibt.
Eigenständige Entwicklung der Luftfahrt
Creecy forderte, dass Afrika seine eigene Luftfahrtentwicklung gestalten sollte, anstatt lediglich auf globale Entwicklungen zu reagieren. Sie betonte die Notwendigkeit einer koordinierten Liberalisierung, um das Wachstum der Luftfahrt in Afrika zu fördern. Derzeit sei die begrenzte intra-afrikanische Konnektivität ein Hemmnis für die Entfaltung des Potenzials des Kontinents im Luftverkehr.
Chancen durch den SAATM
Ein zentrales Element in dieser Diskussion ist der Single African Air Transport Market (SAATM), der das Potenzial hat, den Sektor grundlegend zu verändern. Creecy wies darauf hin, dass eine starke institutionelle Kapazität und eine einheitliche Regulierung entscheidend für den Erfolg des SAATM sind. Die Ministerin betonte, dass die Angleichung an die Standards der International Civil Aviation Organization sowie eine schrittweise Liberalisierung und Kostenreformen notwendig sind, um die globale Wettbewerbsfähigkeit Afrikas zu stärken.
Die Rolle Südafrikas
Südafrika spielt eine wichtige Rolle in diesem Prozess. Mit einer soliden Infrastruktur, einer harmonisierten Regulierung und einer wachsenden Logistikkapazität ist das Land gut positioniert, um das Wachstum der Luftfahrt auf dem Kontinent zu unterstützen, auch wenn geografische Herausforderungen bestehen. Creecy verwies auf bereits eingeleitete Massnahmen, darunter die Wiederherstellung von 250 der 388 Flugverfahren und die Beseitigung von Lizenzrückständen.
Infrastrukturprojekte und zukünftige Perspektiven
Ein bedeutendes Infrastrukturprojekt ist der Bau eines neuen Frachtterminals am O. R. Tambo International Airport, der mit einem Investitionsvolumen von umgerechnet knapp 300 Mio. EUR die Kapazität erheblich erweitern und das exportorientierte Wachstum unterstützen soll. Creecy schloss mit der Aufforderung, dass Afrika durch Koordination, Klarheit und strategische Absicht von einem unterversorgten Markt zu einem global wettbewerbsfähigen Akteur im Luftverkehr aufsteigen kann. Südafrika sei bereit, seinen Teil dazu beizutragen.






