
Messe transport logistic expandiert nach Saudi-Arabien
25.02.2026 um 08:49 Uhr
Lefebure wird neuer EMEA-Leiter
25.02.2026 um 09:03 UhrDer Kapazitätsindex, der auf Transaktionsdaten basiert, bietet einen Einblick in die Marktstimmung bezüglich der verfügbaren Frachtkapazitäten im Strassengüterverkehr. Ein Vergleich zwischen Europa und den USA zeigt gemäss einer Analyse von Transporeon Unterschiede in den strukturellen Kapazitäten.
Marktentwicklungen im ersten Halbjahr 2022
Im ersten Halbjahr 2022 waren sowohl Europa als auch die USA von Kapazitätsengpässen betroffen. Diese Engpässe resultierten aus einem Anstieg der Nachfrage nach den Corona-bedingten Shutdowns sowie aus Unterbrechungen in den Lieferketten. In der Folge erlebten beide Regionen eine Erholung, als die anfänglichen volatilen Marktbedingungen einer Phase der Konsolidierung Platz machten. Auffällig ist gemäss Transporeon, dass der US-Markt diesen Zyklus etwa vier Monate früher als der europäische Markt durchlief. 2023 erreichte die Kapazität in beiden Regionen den höchsten Stand seit Jahren, bevor sich die Märkte im ersten Quartal 2024 unterschiedlich entwickelten.
Unterschiedliche Kapazitätsentwicklungen
In den USA blieb die verfügbare Kapazität bis zum vierten Quartal 2025 auf einem hohen Niveau, was gemäss dem Unternehmen ein vorteilhaftes Umfeld für Verladende und Brokende schuf. Im Gegensatz dazu verzeichnete Europa einen kontinuierlichen Rückgang der Kapazitäten. Dieser Trend setzte sich nach einer kurzen Stabilisierung im Jahr 2025 bis in das laufende Jahr fort, wie Transporeon berichtet.
Christian Dolderer erläutert, dass diese unterschiedlichen Entwicklungen vor allem auf die Reaktionen der Märkte auf der Angebotsseite zurückzuführen sind. „Die europäischen Transportunternehmen reagierten relativ schnell auf sinkende Margen und stark steigende Betriebskosten, indem sie ihre Flotten verkleinerten. Die zunehmende Zahl von Insolvenzen in der Branche beschleunigte diesen Prozess. In Verbindung mit der rückläufigen Transportnachfrage im Jahr 2024 und in der ersten Hälfte des Jahres 2025 erklärt dies den anhaltenden Kapazitätsrückgang in Europa. Infolgedessen ist das Marktklima für Verlader und Broker deutlich ungünstiger als in den USA“, so Dolderer. In den USA beobachtet sein Unternehmen jedoch seit kurzem ebenfalls einen Rückgang bei den Kapazitäten.







