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13.01.2026 um 08:36 Uhr
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13.01.2026 um 09:11 UhrDie Modeindustrie sieht sich zunehmend mit der Herausforderung konfrontiert, die durch die Überproduktion von Textilien entsteht. Laut dem Statistischen Bundesamt entsorgten private Haushalte in Deutschland im Jahr 2023 rund 175.000 Tonnen an Textil- und Bekleidungsabfällen, was einem Anstieg von 55 Prozent im Vergleich zu vor zehn Jahren entspricht, wie Blue Yonder in einem Kommentar schreibt. Ein erheblicher Teil dieser Abfälle gelange gar nicht erst zu den Verbrauchern, sondern wird direkt als Müll entsorgt. Dies führt zu einem Anstieg der CO2-Emissionen und der Mikroplastikbelastung, insbesondere durch die Verbrennung synthetischer Textilien.
Umweltauswirkungen der Textilproduktion
Schätzungen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und anderer Forschungseinrichtungen würden zeigen, dass bis zu acht Prozent der gesamten globalen Emissionen auf die Textilbranche entfallen. Die Herstellung von Kleidung, beginnend bei der Rohstoffbeschaffung bis hin zum Transport, trägt erheblich zur Umweltbelastung bei, so Blue Yonder. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, hat die Europäische Union Massnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit in der Textilbranche eingeführt. Ab dem 1. Januar 2025 müssen Alttextilien getrennt vom restlichen Müll entsorgt werden. Zudem ist ab 2026 die Vernichtung unverkaufter Kleidung und Schuhe untersagt. Ab 2027 wird die Einführung digitaler Produktpässe, die Informationen zur Nachhaltigkeit von Textilien bereitstellen, obligatorisch.
Die ständige Nachfrage nach neuen Modetrends setzt die Hersteller unter Druck. Dies führe häufig dazu, dass Unternehmen mehr produzieren, als tatsächlich benötigt wird, was in einem Überangebot an Kleidung resultiert. Die exakte Planung der Produktionsmengen wird dadurch erschwert. Die Folge sind grosse Mengen an unverkaufter Ware, die entweder entsorgt oder in den Abfall geleitet werden.







