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08.01.2026 um 12:02 UhrDie industrielle Fertigung steht vor einem grundlegenden Wandel, der durch den Einsatz humanoider Roboter und die Entwicklung autonomer Fabriken geprägt werden soll. Laut einer Analyse von NTT DATA, einem Anbieter von KI- und Technologie-Services, könnten diese Trends bis 2030 die Art und Weise, wie Produkte hergestellt werden, erheblich verändern. Darin macht das Unternehmen auf zwei Megatrends aufmerksam.
Trend 1: Humanoide Roboter als neue Automatisierungsstufe
Humanoide Roboter, die in Form und Bewegung dem Menschen nachempfunden sind, stellen eine neue Entwicklungsstufe in der Automatisierung dar, so NTT DATA. Diese Maschinen seien in der Lage selbstständig Entscheidungen zu treffen und sich an wechselnde Bedingungen anzupassen. Dies unterscheide sie von herkömmlichen Industrierobotern, die auf manuell programmierte Routinen angewiesen sind und in der Regel nur in kontrollierten Umgebungen effektiv arbeiten können. Der Einsatz humanoider Roboter könne dazu führen, dass menschliche Arbeitskräfte in bestimmten Bereichen der Fertigung weniger notwendig werden.
Trend 2: Die Vision der autonomen Fabrik
Ein weiterer Trend, den NTT DATA hervorhebt, ist die Entwicklung autonomer Fabriken, auch als „Dark Factory“ bekannt. Diese Vision beschreibt eine Produktionsumgebung, in der Maschinen alle Prozesse selbstständig übernehmen, ohne dass menschliche Anwesenheit erforderlich ist. Somit könne gar auf das Licht in den Produktionshallen verzichtet werden. Obwohl in der Praxis einige optische Sensoren und Kameras weiterhin auf Licht angewiesen sind, verdeutliche das Konzept das Ziel einer vollständig autonomen Produktion. Im Gegensatz zu Industrie-4.0-Fabriken, in denen nur Teilprozesse automatisiert werden und menschliche Mitarbeitende weiterhin benötigt werden, verlagert die autonome Produktion diese Arbeiten auf intelligente Systeme.
Jochen Gemeinhardt, Head of Production & Supply Chain bei NTT DATA DACH. Foto: NTT DATA DACH
„Humanoide Roboter und autonome Fabriken sind heute eher noch eine Vision mit ersten Pilotprojekten als flächendeckende Realität. Die industrielle Wertschöpfung wird sich jedoch spürbar wandeln, wenn diese Roboter zum Bindeglied zwischen Mensch und Maschine werden und Fabriken ganze Produktionssysteme eigenständig steuern.“
– Jochen Gemeinhardt, Head of Production & Supply Chain bei NTT DATA DACH.








