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08.01.2026 um 12:43 UhrWebfleet, eine Flottenmanagementlösung von Bridgestone, hat die Flottentrends für das Jahr 2026 vorgestellt. Die Analyse zeigt, dass Flottenmanager in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit steigenden Kosten, Margendruck und zunehmenden regulatorischen Anforderungen konfrontiert sind. Ein zentrales Ergebnis der Analyse ist, dass Kostenkontrolle eine entscheidende Rolle im Flottenmanagement einnimmt.
Kostenkontrolle und betriebliche Transparenz
Die Notwendigkeit, betriebliche Transparenz zu schaffen, hebt Webfleet als Grundlage für eine effektive Kostensteuerung hervor. Wolfgang Schmid, Head of Central Region bei Webfleet, betont: „Der grösste Hebel liegt darin, sichtbar zu machen, was im Fuhrpark tatsächlich passiert.“ Nur durch die Nachvollziehbarkeit von Fahrten, Standzeiten und Einsatzmustern könne ein Unternehmen Kosten gezielt beeinflussen. „Viele Kostenfaktoren bleiben ohne Daten verborgen, etwa wie oft Fahrzeuge unterwegs sind oder wie lange sie beim Kunden stehen“, so Schmid.
Die Integration digitaler Lösungen in betriebliche Prozesse wird in der Analyse als entscheidend für die Wirtschaftlichkeit angesehen. Bereiche wie Disposition, Wartung, Controlling und Einkauf würden von durchgängigen Systemen profitieren. Isolierte Lösungen werden gemäss Webfleet immer öfter durch integrierte Plattformen ersetzt.
Nachhaltigkeit und Elektromobilität
Ein weiteres zentrales Thema im Flottenmanagement bleibt laut der Analyse die Nachhaltigkeit. Schmid erklärt: „Der Kilometer, den Sie nicht fahren, ist der umweltbewussteste.“ Digitale Routen- und Einsatzplanung könnten helfen, Staus zu umfahren und Leerfahrten zu minimieren.
Die Elektrifizierung von Flotten wird in der Analyse als wichtig erachtet, wobei Schmid darauf hinweist, dass die Infrastruktur entscheidend für die Wirtschaftlichkeit der Elektromobilität ist. „Es reicht nicht, nur von Diesel- auf Elektroantrieb zu wechseln. Das grösste Einsparpotenzial liegt im Depotladen statt im öffentlichen Ladenetz.“ Der Aufbau eigener Ladekapazitäten gestalte sich jedoch oft langwierig, was durch fehlende Infrastruktur und hohe Anschaffungskosten verstärkt werde, so Webfleet. Viele Unternehmen würden sich daher entscheiden, bestehende Fahrzeuge länger zu nutzen.
Predictive Maintenance als Schlüssel zur Kostenreduktion
Wartungen von Fahrzeugen stellen einen wesentlichen Kostenfaktor dar, heisst es in der Analyse von Webfleet. Predictive Maintenance wird als Schlüsselbegriff genannt, um Wartungsbedarfe frühzeitig zu erkennen und darauf aufbauend zu planen. Schmid erläutert: „Jede Wartung kostet Geld. Eine unnötige Wartung verursacht Ausfallzeiten, eine zu spät durchgeführte Wartung kann noch teurer werden.“
Laut Schmid können digitale Flottenlösungen messbare Einsparungen von acht bis zehn Prozent beim Fahrverhalten erzielen. Zudem würden Disponenten und Fahrpersonal von strukturierten Prozessen und gesenkter Belastung profitieren. Gemäss der Analyse wird die Digitalisierung für viele Unternehmen etnscheidend beeinflussen, ob Effizienz, Kostenkontrolle und Wettbewerbsfähigkeit im Jahr 2026 gewährleistet werden können.







