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07.01.2026 um 12:53 UhrDie Luftfrachtbranche hat das Jahr 2025 mit einem Anstieg des Volumens um 6 % im Dezember abgeschlossen, was auf eine positive Entwicklung hinweist. Dennoch gibt es Bedenken hinsichtlich stagnierender E-Commerce-Transporte aus China, die die Aussichten für die Branche trüben könnten. Dies berichten Analysten von Xeneta.
Im vierten Quartal des vergangenen Jahres zeigten sich die Luftfrachtvolumina besser als erwartet, was zu einem Anstieg des belastbaren Gewichts um 4 % im Vergleich zum Vorjahr führte. Diese Entwicklung spiegelt die Bereitschaft vieler Versender wider, in Zeiten von Störungen und wirtschaftlicher Unsicherheit auf die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit der Luftfracht umzusteigen. Niall van de Wouw, Chief Airfreight Officer von Xeneta, erklärte, dass 2025 „für jeden etwas zu bieten hatte“, da Dienstleister von höheren Volumina profitierten und Versender in der zweiten Jahreshälfte von niedrigeren Preisen profitierten.
Für 2026 erwartet Xeneta jedoch eine vorsichtigere Prognose mit einem moderaten Anstieg der Volumina um 2 bis 3 %. Van de Wouw äußerte, dass es möglicherweise „einen Preis zu zahlen“ gebe, da die Unsicherheiten im Handel und geopolitische Spannungen die Luftfrachtvolumina belasten könnten. Trotz des Wachstums der Nachfrage im letzten Jahr lagen die globalen Luftfrachtpreise in den letzten Monaten unter dem Niveau von 2024. Im Dezember fielen die globalen Luftfrachtpreise um 4 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten durchschnittlich 2,83 USD pro kg.
Herausforderungen im E-Commerce
Die zukünftige Entwicklung der Luftfracht wird stark von der E-Commerce-Nachfrage beeinflusst. Van de Wouw wies darauf hin, dass Investitionen in künstliche Intelligenz einen positiven Einfluss auf die Nachfrage im Jahr 2025 hatten, jedoch die weniger optimistischen Signale für den E-Commerce, insbesondere bei den grenzüberschreitenden Exporten aus China, besorgniserregend seien. Laut chinesischen Zollbehörden stiegen die Exporte im November nur um 1 % im Vergleich zum Vorjahr, nachdem sie im Oktober stagnieren hatten. Besonders stark war der Rückgang der Exporte in die USA, die im November um 52 % im Vergleich zum Vorjahr fielen.
Die E-Commerce-Volumina zwischen China und der EU wuchsen zwar weiterhin, jedoch langsamer, mit einem Anstieg von 29 % im November, verglichen mit 47 % im Oktober. Zudem hat der chinesische Staatsrat neue Regeln zur Steuerberichterstattung für Online-Plattformen eingeführt, die ab Oktober 2025 in Kraft treten. Diese Vorschriften könnten die Exportkosten erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen E-Commerce beeinträchtigen.
Regulierungen und Marktveränderungen
Die internationale grenzüberschreitende E-Commerce-Branche wird sich in einem zunehmend regulierten Umfeld bewegen. Die USA und die EU führen neue Vorschriften ein, die ab dem Geschäftsjahr 2026 in Kraft treten sollen. So hat die EU im Dezember beschlossen, ab dem 1. Juli 2026 eine feste Zollgebühr von 3 EUR auf kleine Pakete unter 150 EUR einzuführen. Diese Maßnahmen könnten das Wachstum im E-Commerce verlangsamen, jedoch immer noch schneller als im allgemeinen Luftfrachtmarkt verlaufen.
Van de Wouw betonte, dass die E-Commerce-Volumina der Luftfracht auch von der sinkenden Kaufkraft der Verbraucher betroffen sein könnten, da diese mit höheren Preisen für alltägliche Güter konfrontiert sind.
Die Spotpreise für Luftfracht sind im Dezember weiterhin gesunken, wobei der stärkste Rückgang auf der transatlantischen Route von Europa nach Nordamerika mit 13 % zu verzeichnen war. Trotz eines Rückgangs der Nachfrage um 2 % im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Spotpreise im Monatsvergleich um 17 %, was auf eine erhöhte Nachfrage hinweist.
Veränderungen im Vertragsverhalten
Das Vertragsverhalten hat sich ebenfalls verändert. Nahezu die Hälfte der Volumina der Spediteure wurde im Spotmarkt für bis zu einen Monat gekauft, was ein Überbleibsel aus der Pandemie ist. Im vierten Quartal 2025 machten Einjahresverträge nur 24 % der neuen Vereinbarungen aus, was einen Rückgang um 20 Prozentpunkte im Vergleich zum vorherigen Quartal darstellt.
Die Marktbedingungen deuten auf eine mögliche Abwärtsbewegung hin. Van de Wouw äußerte, dass die größten Risiken für die Luftfracht in diesem Jahr darin bestehen, dass es zu einem Rückgang des Wachstums kommen könnte. Die Stabilität des Marktes könnte durch eine sinkende Nachfrage in der ersten Jahreshälfte 2026 gefährdet werden.







